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Die Geschichte Aquincums
1. Jahrhundert: Eroberung durch die Römer und Beginn der Romanisierung
Tacitus, de Vita luUi Agricolae, Liber I, 21, 2.
„namque ut homines dispersi ac rüdes, eoque in bella fáciles, quieti et otio per voluptates adsuescerent: hortari privatim, adiuvare publice, ut templa, fora, domus exstruerent, iam vero principum filias liberalibus artibus erudire, ut qui modo linguam Romanam abnuebant, eloquentiam concupisce-rent. inde etiam habitus nostri honor et frequens toga; paula-timque discessum, ad delinimenta vitiorum, porticus et balinea et conviviorum elegantiam. idque apud imperitos humanitas vocabatur cum pars servitutis esset."
Fortgesetzte archäologische Ausgrabungen werden im Gebiete Budapests seit einem Jahrhundert durchgeführt. Die Geschichte Aquincums kann nur mit Hilfe der Ausgrabungen rekonstruiert werden, denn über Pannonién und die Städte längs der Donau berichten nur einige wenige geschichtliche und literarische Quellen. Die in Aquincum vorgefundenen Inschriften, Gebäudereste und zwischen den Ruinen verstreuten Gebrauchsartikel, dann die Gräberfelder und die Grabbeigaben erlauben es, einigermaßen fundierte Schlüsse zu ziehen. Seltenheitswert haben Inschriften, die mit Datum versehen sind (noch in der Kaiserzeit bezeichneten die Römer das Jahr mit den Namen der beiden Konsuln). In größerer Menge kommen Münzen vor, welche durch Kaiserporträts und Bezeichnung der Münzstätte zeitlich und örtlich bestimmt werden können. Sogar scheinbar unbedeutende Gegenstände geben Aufschluß: Ziegel wurden zum Beispiel mit Firmenstempel versehen, und die in militärischen Ziegeleien verfertigten tragen das eingebrannte Zeichen des Truppenverbandes oder den Namen des die Arbeit beaufsichtigenden Kommandanten. Die Stempel verraten dieserart die Zeit des Baues. Der Stil der Wandmalereien, die Buchstabentypen der Inschriften, der Guß der Bronzebeschläge, die chemische Zusammensetzung des Bodensatzes im Glasgeschirr usw., sie alle füllen mosaikartig den mit Hilfe der Chronologie geschaffenen Rahmen aus. Dem Archäologen stellt sich die Aufgabe, durch den Vergleich dieses fragmentarischen