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Friedrich Hölderlin - Baden und Württemberg im Zeitalter Napoleons [antikvár]
 
Vorwort Vor gut 180 Jahren wurden in Südwestdeutschland auf Betreiben und unter dem Schutz Napoleon Bonapartes zwei Staaten in neuen Grenzen etabliert: das Großherzogtum Baden und das Königreich Württemberg. Aus politischen und familiären Erwägungen seitens des Kaisers der Franzosen blieben die beiden kleinen Fürstentümer Hohenzollern-Sigma-ringen und Hohenzollern-Hechingen unangetastet. Die Neuordnung Badens und Württembergs brachte nicht nur eine Vergrößerung ihrer Territorien mit sich, sondern schuf vor allem die Grundlagen...
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Vorwort Vor gut 180 Jahren wurden in Südwestdeutschland auf Betreiben und unter dem Schutz Napoleon Bonapartes zwei Staaten in neuen Grenzen etabliert: das Großherzogtum Baden und das Königreich Württemberg. Aus politischen und familiären Erwägungen seitens des Kaisers der Franzosen blieben die beiden kleinen Fürstentümer Hohenzollern-Sigma-ringen und Hohenzollern-Hechingen unangetastet. Die Neuordnung Badens und Württembergs brachte nicht nur eine Vergrößerung ihrer Territorien mit sich, sondern schuf vor allem die Grundlagen zum Aufbau moderner Staatswesen. Ein umwälzender Vorgang, der jahrhundertealte gewachsene Strukturen beseitigte. Voraussetzungen waren jene gewaltigen politischen und sozialen Erschütterungen, die die Französische Revolution hervorriefen sowie die Lebensunfähigkeit des in kleine und kleinste souveräne Herrschaften zersplitterten Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Bestimmend in Europa wurde das imperiale Denken des genialen und sendungsbewußten Korsen, der sich selbst zum Kaiser erhoben hatte, in Verbindung mit dem Machtstreben deutscher Fürsten. Diese Vorgänge jedoch sind nur die eine Seite eines gewaltigen Umdenkens, einer „Umwertung aller Werte", das mit der Aufklärung im 18. Jahrhundert begann. Das Individuum, der Einzelmensch als Persönlichkeit befreit sich aus alten, organisch gewachsenen Bindungen, wird frei zur Selbstbestimmung, zur eigenverantwortlichen Regelung seiner Verhältnisse und Beziehungen, zur Selbstverwirklichung in seinen Gefühlen und in seinem persönlichen Machtstreben. Der „Freie Bürger" wächst heran, der sich freilich wiederum in einem neuen Geflecht von Funktionen und Abhängigkeiten im modernen Massenstaat wiederfindet. Große Dichter haben diesen Zwiespalt zwischen Ideal und Realität - jeder auf seine Weise - bereits deutlich gesehen, auch die Wissenschaftler, die neue Methoden, auch Bildende Künstler und Musiker, die neue Ausdrucksformen und neue Bilder für das suchten, was sie bewegte; auch Philosophen wie Hegel, der durch einen neuen Denkansatz die Weltverhältnisse geistig zu beherrschen, zu bewältigen suchte. Betroffen waren sie alle, gelitten haben sie auch. Am meisten zu leiden hatten die kleinen Leute, am Krieg, an wirtschaftlicher Not, am Hunger, auch an neuen ungewohnten und unverständlichen Ordnungen. Betroffen waren aber auch die Oberen, der König, der Großherzog, deren hohe Beamte, denen die Verantwortung aufgebürdet war, eine neue, eine bessere, eine gerechtere Ordnung zu schaffen. Es scheint - im Rückblick -, daß sich damals die Verhältnisse und die Probleme herausbildeten, mit denen wir noch heute zu tun haben. Auch eine Möglichkeit der Besinnung wurde zu der Zeit wieder aufgenommen, nämlich sich die Geschichte bewußt zu machen. Man erforschte sie, begann Sammlungen, versuchte Museen zu gründen. Später erkannte man in der Besinnung auf die Geschichte auch eine Chance, sich mit seiner eigenen Gegenwart und mit seiner Heimat, seinem Staat, in dem man lebt, zu identifizieren. Zwei Generationen später, am 17. Juni 1862, gründete König Wilhelm L von Württemberg das heutige Württembergische Landesmuseum unter dem Titel „Staatssammlung für Vaterländische Kunst- und Altertumsdenkmale". Das Württembergische Landesmuseum glaubt sein Jubiläum zum 125jährigen Bestehen 1987 nicht besser begehen zu können als mit dem Rückblick auf die Staatengründungen von Baden und Württemberg, die ziemlich genau das heutige Bundesland Baden-Württemberg umfassen, und mit dem Versuch einer Besinnung auf das, was damals geschah, mit den Menschen hier, mit dem Staat, mit dem Bewußtsein, mit den Neuanfängen, mit den Hoffnungen, die bis heute anhalten. Eine Ausstellung wie diese ist das Werk vieler und die Frucht langer Vorbereitung. So ist es fast unmöglich, allen gebührend zu danken, deren Mitarbeit und Hilfe wir das Gelingen verdanken. Herrn Ministerpräsident Dr. b.c. Lothar Späth danke ich, daß er die Schirmherrschaft über die Ausstellung übernahm und sich damit persönlich hinter die Entscheidung der Regierung des Landes Baden-Württembergs, sie durchzuführen, stellte. Herrn Minister für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Helmut Engler, und seinen Beamten danke ich für unablässige verständnisvolle Unterstützung und

Termékadatok

Cím: Baden und Württemberg im Zeitalter Napoleons [antikvár]
Szerző: Friedrich Hölderlin , Justinus Kerner Ludwig Uhland
Kiadó: Württembergisches Landesmuseum Stuttgart
Kötés: Fűzött keménykötés
ISBN: 3922608442
Méret: 200 mm x 250 mm
Friedrich Hölderlin művei
Justinus Kerner művei
Ludwig Uhland művei
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