Bővebb ismertető
Aus dem altén Berlin Die ilauptstadl der DDR Berlin ist eine freundliche Stadt, weltoffen, modern, voller Leben. Rund eine Millión Menschen wohnen hier, Millionen kommen zu Besuch: zu Freunden, Verwandten, in die Museen, Theater, Bibliotheken, den Tierpark. Viele auch aus Neugier auf die Hauptstadt eines sozialistischen Staates oder um hier Urlaub zu machen. Kaum noch zeugen Baulücken von einer schweren Vergangenheit. Neues überdeckt das Alte, aber dennoch eriimern viele Baudenkmale in Berlin an seine Geschichte oder an besondere Ereignisse wie auch an den Alltag. So ist ein Gang durch die Stadt ein anschaulicher Gang durch acht Jahrhunderte, vom 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Vieles, was uns dabei begegnet, wurde aus Ruinen wiederhergestellt oder gar nach völliger Vernichtung nach Plánén, Bildern und Fotos in jüngster Zeit neu erbaut. So entsteht zur Zeit, in der diese Zeilen geschrieben werden, rund um das alteste Bauwerk Berlins, die restaurierte Nikolaikirche, ein an Altberliner Bauten erinnerndes Ensemble: Gebáude aus mehreren Epochen, von ursprünglich verschiedenen Standorten hierher umgesetzt, mit erhalten gebliebenen Teilen dem Originál nachgebaut oder auch nach altén Vorlagen neúgestaltet-wie die GerichLsIaube voin mittelalterlichen Rathausan der Ecke Spandauer Straöe oder die Kneipe Zmn NuObaum von derSpree-Insel, dem altén Cölln-, werden hierumeinen l'latz errichtet, dem -Altén Markt oder Molkemnarkt, wo um das Jahr 1200 herum Berlin einst entstand. Nur Teile der Nikolaikirche stammen aus der Entstehungszeit der Stadt: der romanisehe, aus behauenen Feldsteinen festgefügte Unterbau des Turmes und Fundamente, die vor einigen Jahren bei Ausgrabungen entdeckt und vermessen wurden. Dieses Gebáude war es, wo jener Probst Simeon amtierte, der als Zeuge einer Urkunde von 1244 genannt wird. Das war die erste Erwáhnung Berlins. Sieben Jahre früher, 1237, taucht der Name Simeon bereits als Pfarrer der Petrikirche in Cölln auf. Nach dem Dátum dieser Urkunde feiern wir 1987 den 750. Jahrestag der Hauptstadt. Damals lagen hier an den beiden Ufern der Spree, verbunden durch eine Furt, durch die spáter der Mühlendamm geschüttet wurde und wo heute die Mühlendammbrücke steht, zwei Marktorte. Ausgrabungen ergaben an beiden Stellen übereinstimmende Befunde. Die Petrikirche, die heute nicht mehr existiert, und die Nikolaikirche wurden etwa gleichzeitig zu Anfang des lő.Jahrhunderts erbaut. Da bei beiden die Fundamente in áltere Gráber eines Friedhofes hineinreichen, sind beide Orte wenigstens ein halbes Jahrhundert álter als die ersten schriftlichen Zeugnisse ihrer Existenz. Wáhrend Cölln durch seine Insellage an einer weiteren Ausdehnung gehindert war, wurde neben dem altén Kern Berlins schon wenige Jahrzehnte spáter ein neuer Stadtteil angelegl mit Neuem Markt. Aus der Zeit des Mittelalters stammen neben der Nikolaikirche noch drei Bauwerke, die vom 13. bis 15.Jahrhundert entstanden, sowie einige Kunstwerke, die uns Einblick in Leben und Denken der dainaligen Berliner geben. Das ist die Marienkirche, Mittelpunkt der Neustadl. ein gotischer Bau, nur der