Bővebb ismertető
Vom Seebad Slatni Pjassazi (Goldstrand) an der bulgarischen Schwarz-meerküste führt ein schmaler Waldpfad zum Aladsha-Kloster. Wer ihn einschlágt, ist von der völlig anderen Atmospháre zunáchst fast verblüfft. Das Rauschen der Brandung, das Summen der Reifen auf der Asphaltstrafie. die verschiedenen Sprachen der auslándischen Feriengáste und die rhythmi-schen Melodien der Unterhaltungsorchester, die noch vor wenigen Schritten zu hören waren, verstummen plötzlich. Durch den sti 1 len Wald, dessen seltsamer Reiz an Bi 1 der in Marchenbüchern erinnert, steigt allmáhlich ein Pfad an, führt über mehrere sonnige Lichtungen, die einen Rundblick auf das Meer eröffnen, und taucht von neuem auf einer Strecke von etwa 3 km im Schatten der Báume unter. Plötzlich ragt aus dem dichten Wald eine weifie, hohe, senkrechte Felswand in den blauen Himmel empor und blendet unter der südlichen Sonne fast den Blick. Zwei Reihen aus künstlich ausgehöhlten Mönchszellen zeichnen sich wie dunkle Schatten ab. Dies ist das uralte Aladsha-Kloster. Seine immer noch nicht völlig geklárte, von Sagen und Überlieferungen umwobene Geschichte reicht ins ferne Altertum zurück. Die schwarzweifie Felsenfassade und die mit Wandmalereien ge-schmückten Höhlenwcnde erkláren den Namen Aladsha-Kloster, der auf Türkisch Buntes Kloster bedeutet.In den weichen Kreideablagerungen am Boden des einstigen Sarma-tischen Meeres, das vor etwa 40 Millionen Jahren fast ganz Nordostbulga-rien bedeckt hat, sind zahlreiche künstliche Höhlen und Höhlensáulen zu finden. Vor Tausenden Jahren verursachte ein starkes Erdbeben umfang-reiche Verschiebungen der Erdschichten und trennte diese Landschaft von der hohen Dobrudsha-Platte durch einen etwa 6 Kilometer groBen Graben. Die Gesteinsmasse östlich des Grabens rollte auf einem breiten Gebiet in grófién Felsen den steilen Abhang fast bis zum Meer hinab. Der festere Teil des Massivs blieb als senkrechte Wand erhalten.lm Laufe der Jahrtausende verwischte ein dichter Wald die Spuren der grófién Naturkatastrophe. Bald rauschten auch reifiende Báche zwischen den Báumen dahin. Die wasser- und wildreiche Landschaft zog bereits in uralten Zeiten die ersten Siedler an. Viele Spuren an Steinen und Felsen berichten von dem Leben der damaligen Menschen. An mehreren Steilen