Bővebb ismertető
2-3 DasAntiquarium, einer der schönsten Renaissancesäle Europas, wurde zwischen 1569 und 1571 nach Entwürfen des Baumeisters Wilhelm Egkl erbaut.4 Vor dem wieder aufgebauten Turm des Alten Rathauses steht die Marlensäule auf der Mitte des Marienplatzes.6Der Marienplatz, an dessen Nordseite das Neue Rathaus stellt, Ist ein beliebter Münchner Treffpunkt.7Viele Türme zieren Münchens historischen Kern; die Stadt wird auch das Deutsche Rom genannt.Wer heute von Norden her nach München kommt, sei's mit der Eisenbahn oder mit dem Auto, welches er, um seinen Besuch genießen zu können, möglichst vor der Stadt abstellt und mit der S-Bahn weiterfährt, der überquert wie einst der schwedische König Gustav Adolf vor Erreichen der Stadt eine Schotterebene. Er wird jedoch kaum auf die Idee kommen, wie dieser zu behaupten, München sei ein goldener Sattel auf einer dürren Mähre. Nichts gegen den goldenen Sattel, aber aus der dürren Mähre ist eine stramme Stute geworden. Intensive Landwirtschaft, wohlhabende Ortschaften, Industrieansiedlungen, Raffinerien, Kernkraftwerke, Flughäfen, Autobahnen, Erholungsgebiete, Atomforschungsreaktoren, Müllverbrennungsanlagen, olympische Sportstätten - das alles und einiges mehr ist inzwischen auf dieser einst so geschmähten Schotterebene entstanden, und man kann sagen, was man will: Für den Ankommenden ist all dies ebenso eine Verheißung wie die weithin grüßenden Zwiebeltürme der Frauenkirche vor dem Panorama der Alpen. München Ist eine moderne Großstadt, eine schöne, eine reiche Stadt, auch wenn der Stadtkämmerer letzteres nicht unbedingt bestätigen würde. Es ist eine fröhliche und genußfreudige Stadt, romantisch und abenteuerlich für den, dem der Sinn danach steht. Und das Wort des bayerischen Königs Ludwig I., daß keiner Teutschland kennt, wenn er nicht München gesehen hat, gilt noch heute.Die erste Münchner Stadtluft schnuppert der Reisende meistens am Hauptbahnhof. Im letzten Krieg völlig zerstört, ist er heute nicht schöner und auch nicht viel größer als vordem, und als Sackbahnhof, dessen breiter, bis ins Herz Münchensvorstoßender Bahnkörper den gesamten Westteil der Stadt auseinanderreißt, sitzt er den Stadt- und Verkehrsplanern wie ein Dorn im Fleisch. Der Bahnhof ist ein typisches Beispiel dafür, daß man nach dem letzten Krieg beim Wiederaufbau der Stadt nicht an die Bedürfnisse einer modernen Metropole gedacht hat. Andererseits blieb durch dieses zum Teil hartnäk-kige Festhalten am Alten - wie zum Beispiel an den verkehrsungünstigen Straßenzügen des Vorkriegsmünchens - das Stadtbild weitgehend erhalten. Die Rennstrecken führen um die Innenstadt herum; die im Zentrum geschaffenen Fußgängerzonen breiten sich von Jahr zu Jahr weiter aus. Wie alle Großstadtbahnhöfe spiegelt auch der Münchner Hauptbahnhof das wirtschaftliche und soziale Leben der Stadt. Während der Stoßzeiten ergießt sich der Pendlerstrom in die Gänge und Hallen, die nahezu rund um die Uhr bevölkert sind von Reisenden aus aller Welt, Geschäftsleuten, Messebesuchern, Gastarbeitern, Senioren, von Einkäufern mit Taschen behangen, Obdachlosen und natürlich von Hunden, überwiegend Dackel, versteht sich.Wenn alle wie gehetzt herumlaufen und aussehen, als hätten sie einen Kater, dann ist Vorsicht geboten. Es herrscht Föhn. Dieser Fallwind, der durch ein Hoch über Italien und einem Tief über Deutschland entsteht, verkürzt nicht nur optisch Entfernungen, so daß die Alpen gleich hinter der Stadtgrenze zu liegen scheinen, sondern auch Geduldsfäden. Reizschwellen sinken auf nahezu Null.Der Weg zur Innenstadt führt über den Stachus, der eigentlich Karlsplatz heißt. Im 18. Jahrhundert betrieb an der Stelle des heutigen Kaufhofs ein gewisser Eustachius Föderl, kurz Sta-