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erwirb es, um es zu besitzen"In Georgenthal am Nordrand des Thüringer Waldes, ungefähr 17 Kilometer südlich von Gotha, stand einst ein großes Kloster. Es war schon im 13. Jahrhundert so reich, daß es den Landgrafen von Thüringen bedeutende Summen leihen konnte. Viele hundert Bauern mußten den Mönchen Abgaben zahlen und Frondienste leisten. Aber im Frühjahr 1525 schlug die Stunde der Vergeltung. Die Bauern von Georgenthal griffen zu den Waffen: Sie schlössen sich dem Aufstand des Thüringer Landvolks an und brannten das Kloster nieder. Die geflohenen Mönche kehrten nie zurück, und die kurfürstlich-sächsischen Hauptleute, die das Amt Georgenthal verwalteten, kümmerten sich nicht um die Ruine. Ihre Mauern zerbröckelten und stürzten ein, bis schließlich nur ein paar von Gestrüpp überwucherte Reste übrigblieben. Erst im 19. Jahrhundert wurden die Fundamente des Bauwerks freigelegt und die wenigen Teile, die noch standen, vor weiterem Verfall gesichert. Aber niemand dachte daran, die Ruine systematisch zu erforschen und