Bővebb ismertető
Versailles klingt durch die Well als der Xanie des größten und prächtigsten Schlosses, das je von einem Herrscher gebaut wurde. In der \or-stellung des oft nicht ganz mit den Gegebenheiten der französischen Gesciiichte vertrauten Besuchers werden manchmal die Namen Ludwigs XH'. tmd Marie-iVntoinettes miteinander in Verbindung gebracht, wobei nur zu oft die anderen Könige, Königinnen und Prinzen, die hier gelebt haben, ver-nacliläßigt werden. Einem nachttägHch erfimdenen mid bis in alle Einzelheiten ausL;earbeiteten Smii-bolisnuis zufoke versuchen manche Autoren.
Versailles als eine \ ersiimlDildlichmig des Soimen-mythos darzustellen, unter dem A'orwand, daß Ludwig XIV. "Sonnenkönio" genannt wurde
melu'ere seiner Almen ^luxlen bereits so gemiant), mid daß sich sein Schlafzimmer in der geometrischen Mitte des Sclilosses befand (es wiuxle bei den Umbauarbeiten in den königliclien Gemächern im Jalu-e 1701 hierher verlegt).
In Wirkliclikeit jedoch muß die Bedeutung von Versailles mid seinen Einwohnern anderswo gesucht werden. Mein- als das SomiensMnbol war A'ersailles das S\inbol der absoluten Monar-* cliie des Alten Regimes, einer an die Person gebundenen Monarchie von Gottes Gnaden, ^'on königlicher V ollmacht angetan -wie einst Heinrich IV., der erste Herrscher, der zur .lagd in die Wälder von Versailles kam, bestätigte Ludwig .\lll. .seltsameraeise 1630
hier in \'ersailles am "Tag der Geprellten" in dem Jagdi)a\illon. der bald durch ein Schlößchen ersetzt werden sollte, die Befugnisse des Kardinals de Richelieu (Richelieus Feinde am Hof hatten von Ludwig XIll. das \ersprechen en\irkt. den Kardinal zu entlassen. Dieser verstand es jedoch, den König mnzustimmen. der ilmi am 11. Xovember 16.30 seine "geprellten" Feinde auslieferte). In Versailles trafen auch 1789 zum letzten Mal die Generalstäbe zusammen, als die überaltete Monai'cliie der Kaperiiiger. die seit 987 iil^er Frankreich regierte, ilu'em Ende zuging.
n der Zeit zwischen 1630 mid 1'!'89 wmxle das Schloß vergrößert, sein Park angelegt tmd gleichzeitig eine neue Stadt gebaut. Aus dem ,lagd-pavillon Ludwigs Xlll. machte Ludwig XIA". ein immer gi'ößer mid prächtiger werdendes Landliaus. bis er im April 1682 bescliloß. Versaüles zu seiner Hauptstadt zu machen. Inzwischen hatten seine Architekten Le \au und Hardouin-Mansart. sein Maler Lebrmi und sein Gartenarchitekt Le Xotie Versailles geprägt. Trotzdem war der Einfluß des Königs selbst entscheidend. A on seiner Mutter .4n-na von ÖsteiTeich und von seiner Großmutter Maria von Medici hatte Ludwig XH'. Gefallen an Ijildenclen Künsten ererlit. Aon seinem Aater Ludwig XIII., den ei- kaum gekamit mid von dem man ihm wenig erzählt hatte, stammt sein Gefallen an Musik.ein Urenkel Ludwig X\'., der Omi 171-5 auf den Thron folgte, entschloß sich erst