Bővebb ismertető
Vorwort Das Lebendige in standiger Wechselwirkung mit sich selbst und der unbelebten Materie zu sehen, heii3t den ersten Schritt tun im Erkennen des wunderbaren Geschehens Leben. Das Wunder in reelles Wissen umzugestalten, ist die Aufgabe der Wissenscbaft. Je weiter to fortschreiten, um so ehrfürchtiger bestaunen wir das Wesen der Natúr. Fast 100 Jahre sind vergangen, seitdem RosmáBler 1856 das Aquarium der Gelehrtenstube zum Allgemeingut des deutschen Volkes machte. Aus solchen Anfángen ist eine Liebhaberei erwachsen, die, von Deutschland ausgehend, die ganze Welt erobert hat. Besonders in den letzten Jahrzehnten hat dank der intensiven Mitarbeit der Liebhaber, dank beratender Fachkráfte, diese Liebhabergemeinschaft immer mehr den Charakter einer biologischen Fachgruppe angenommen, die unsere Kenntnisse über die Formfülle der Fische sowie unser Wissen um deren Lebens- und Fortpflanzungsgewohnheiten um ein Vielfaches bereichert hat. In mühevoller, von Begeisterung getragener Beobachtungsarbeit hat sie so Werte geschaffen, die der Fachwissenschaft lebendiger Quell neuer Erkenntnisse und vor allém neuer Probleme sind. Mit den erstaunlichen Gestaltungskráften der Fischwelt erst bekannt geworden, konnte die Wissenschaft bedeutende Ergebnisse zeitigen. Erwáhnt seien in diesem Zusammenhang nur: die Untersuchungen über die Fortpflanzungsverháltnisse der eierlegenden und lebendgebárenden Arten, die Geschlechtsumkehr bei Zahnkarpfen, die Bedingungen der Krebsentstehung bei Fischen u. a. m. So arbeitet eine biologisch interessierte Gemeinschaft unbewuí3t mit an den groBen Problemen; sie leistet die Kleinarbeit, die die neuen Probleme abzeichnet. Genaue Beobachtung und Mitteilung) des Beobachteten ist ihre Aufgabe, die immer unerschöpflich bleiben wird, da ein jeder Liebhaber, wie ein Maler nach neuen Motiven, immer neue Beobachtungsobjekte sucht. Der Bitté desi Urania-Verlages, die Aquaristik in Buchform umfassend darzustellen, bin ich freudig nadigekommen; dieser übemommenen Aufgabe gerecht zu werden, war indessen schwieriger als ich zunáchst vermutete, da die Problematik diesesi Interessengebietes nicht nur weit über den ursprünglichen Rahmen der Aquaristik hinausgewachsen, sondern zum Tei'l noch wissenschaftliches Brachland ist. Es war deshalb nicht nur notwendig Bekanntes zusam-