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VORWORT ZUR VIERTEN AUFLAGEUdo Bürger bemerkte einmal beiláufig, wer Pferde verstehen will, muB selbst zum Pferd werden und ihre Gewohnheiten in sich aufneh-men. Dieses Sinnbild charakterisiert sein Leben. Von Kindesbeinen an mit Pferden vertraut, wáre für ihn auch in reifem Altér ein Tag ohne Pferd undenkbar gewesen. Gewifí unterstützte das intensive Einfühlungs-vermógen des Pferdenarrs Udo Bürger die treffsicheren Diagnosen des Veterinárs Udo Bürger, die ohne Verbrámung und, falls geboten, in un-verbindlichem Tonfall gestellt wurden. MiBachtung der Pferdenatur konnte ihn heftig erzürnen, für ernsthaft Ratsuchende fand er immer Zeit.Das Werk Udo Bürgers ist von überragendem Wert für alle, die das Pferd um seiner selbst willen lieben. Es bleibt weniger nutzbar für jene, die in ihm den Zweckapparat schneller Rendite sehen. Es regt an zum Nachdenken und Ausprobieren, und es gibt den Anstofí, sich um eigene Erfahrungen zu mühen. Das Buch ist mithin in landláufigem Sinn unmo-dern, weil es dem Trend der Sensation und des schnellen Verbrauchs zuwiderláuft. Besinnung auf das Naturell des Pferdes ist seine Absicht, denn ,,das Glück der Pferde ist, wenn Menschen sie verstehen".Wir habén den behutsamen Versuch unternommen, Text und Ausstat-tung des Buches etwas zu straffen und zeitgemáfier zu gestalten, ohne die Eigenart zu verándern. Wir hoffen damit, diesem niemals veralten-den Kompendium eines Reiterlebens eine ihm gebührende dauerhafte Verbreitung unter allén wahrhaften Pferdefreunden zu sichern.Hannover und Naurod, im Mai 1975Gerhard Kapitzke Frank Zika