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DIE HEILIGE TERESA VON AVILA
1515-1582
»Wie von großer Höhe schaue ich auf die Welt hernieder, und wenig kümmert es mich, was die Leute von mir sagen oder wissen. Unser Herr hat mir jetzt das Leben in eine Art von Schlummer verwandelt, denn was immer ich erblicke, scheint mir fast, als wäre es im Traum geschaut; auch habe ich für Lust und Mühsal wenig Sinn.« Die Heilige Teresa.
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Das Wissen um die Heiligen ist bei der nichtkatholischen Abzweigung der Kirche Christi, obwohl doch diese, etwas ungereimt, in ihrem überkommenen Bekenntnis den Glauben an die Gemeinschaft der Heiligen ausdrücklich gelobt, im allgemeinen nur wenig entwickelt. Ein halbes Dutzend oder so erfreuen sich einer undeutlichen Berühmtheit, doch auch diese verdanken ihre Volkstümlichkeit irgendeinem sichtbaren Erkennungszeichen; der Heilige Antonius von Padua, weil er den Ruf genießt, verlorengegangene Gegenstände wiederaufzufinden; der Heilige Franz von Assisi, weil der die Vögel futterte; die Heilige Johanna, weil sie Stimmen vernahm, von den Engländern verbrannt wurde und Frankreich gerettet hat. Ebenso ehren wir das Gedächtnis einiger Heiliger, weil wir in unserer Inselexistenz an ihnen Anteil nehmen: des Heiligen Thomas ä Beckett, weil er in der Kathedrale von Canterbury erschlagen wurde, des Heiligen Swithin wegen des Einflusses, der ihm auf unser Klima nachgesagt wird; des Heiligen Columba, weil er in Schottland an Land gegangen ist; des Heiligen Patrick, weil er dasselbe in Irland getan hat; des Heiligen Georg, weil er in Libyen einen Drachen erschlug. Andere wiederum haben sich unserer Einbildungskraft nur deshalb bemächtigt, weil die qualvollen Prüfungen, die ihnen auferlegt waren, im Bilde dargestellt worden sind: der Heilige Sebastian, weil er von Pfeilen durchbohrt wurde; die Heilige Katharina von Alexandrien, weil ihre Glieder auf einem Rad zerbrochen wurden, dessen Gedächtnis
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