Bővebb ismertető
Die Entwicklung der AffenDie Affen- und Menschernffenarten, die wir heute kennen, bilden nur einige wenige Endglieder in einer ganzen Reihe eng verwandter Lebewesen. Sie werden unter dem Sammelbegriff Primaten zusammengefoßt. Zu ihnen gehören die primitiven Lemuren, die seit über 30 Millionen Jahren isoliert auf der Insel Madagaskar vor der Ostküste Afrikas leben, ebenso wie der Mensch - eine Spezies mit starker Durchseczungskraft, die in nur 1 Million Jahre einen Großteil der Landmasse dieser Erde bevölkert und sozusagen kolonisiert hat. Doch bevor wir Kapitel um Kapitel die einzelnen Entwicklungsstadien bis hin zum Menschen aufzeigen, woDen wir uns kurz mit der Entwicklungsgeschichte dieser interessanten Gruppe insgesamt befassen. Im Lauf der Jahrtausende haben sich die einzelnen Gattungen mehr oder weniger verändert. Einige behielten Merkmale bei, die sie bereits vor Millionen von Jahren entwickelt hatten, während andere diese Eigenschaften längst wieder verloren. Im Hauptteil dieses Buches, bei der detaillierten Beschreibung der einzelnen Arten, werden wir diese Veränderungen näher untersuchen. Doch zunächst einige Bemerkungen zu der faszinierenden Entwicklungsgeschichte der Primaten.Als sich vor etwa 100 Millionen Jahren die ersten, urtümlichen Säugetiere entwickelten, glichen sie sich noch weitgehend. Es waren ziemlich kleine Landtiere, die sich hauptsächlich von Insekten ernährten. Ihre Verbreitung wurde da-mals vermutlich durch gigantische Reptilien stark eingeschränkt, denn es war das Zeitalter der Dinosaurier. Damals bedeckten riesige Ozeane, Seen und Sümpfe die Erde, und Farne, Koniferen und primitive Blütenpflanzen bildeten die einzige Vegetation. Doch vor etwa 130 Millionen Jahren fand eine entscheidende -Klimaveränderung statt: ein Übergang vom feuchten zum trockenen Klima. Die riesigen, auf dem Lande so schwerfälligen Dinosaurier, deren eigentlicher Lebensraum während der vergangenen 140 Millionen Jahre das Wasser gewesen war, wurden zum Aussterben verurteilt.Aufgrund der Klimaveränderungen trockneten die Sümpfe aus, die Blütenpflanzen konnten sich ausbreiten, und es entstanden riesige Wälder. Die wachsende Blütenpracht hatte eine explosionsartige Zunahme von Insekten zur Folge, und diese wiederum begünstigten die Entwicklung der raubgierigen Fleischfresser: der Säugetiere und der Vögel. Vor etwa 65 Millionen Jahren, während des Paleozäns, muß der Lebenskampf unter den Säugetieren so hart gewesen sein, daß einige Arten gezwungen waren, sich einen neuen Lebensraum zu schaffen, um überleben zu können. Sie wichen in die Höhe aus, auf die Bäume. Dort fanden sie nicht nur ein ergänzendes Nahrungsangebot, sondern auch Schutz vor den am Boden lebenden Raubtieren. Die ersten primatenartigen Geschöpfe begannen sich herauszubilden.