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AKROPOLIS Die unveröffentlichten Aufnahmen von Hege, die wir mit anderen Bildern bringen, müssen für sich sprechen. Sie werden auch dem ungeschulten Betrachter einen Abglanz von der zeitlosen Schönheit der Akropolis offenbaren. Wem sollte sich das Herz in der Brust nicht bewegen, gleichsam induziert vom grófién Herzen von Hellas, das an dieser Statte ewig schlágt. Die Akropolis ist eines der Heiligtümer der Schönheit Europas. Keine reinere Kunst glückte in ganz Hellas, den Inseln, Kleinasien und GroBgriechenland als dem einen Stamm, der in Attika siedelte. Dort wuchs beherrschend Athén, und nirgends kam es zu köstlicherer Blüte. Athens Akropolis wurde das höchste Sinnbild, das wir vom griechischen Dasein besitzen. Die wesentlichen Tatsachen sind diese. Auf einer Felshochfláche, die inmitten der Stadt aufragt, habén die Athener ihre Zwingburg, Fliehburg und zugleich das höchste Staatsheiligtum errichtet, Akropolis genannt, wörtlich die Hochstadt. Was heute dort droben steht und durch alle Unbilden der Jahrtausende erhalten blieb, ist ein grofízügiger Wiederaufbau nach der Zerstörung von 480 v. Chr. durch die Perser. Das Torgebáude, die Propyláen, hat Mnesikles an dem einzigen Aufgang im Westen 437 bis 432 errichtet. Neben den Propyláen steht auf hoher Bastei der kleine Tempel der Nike, der Siegesgöttin, um 420 gebaut. An der Nordseite der Hochfláche liegt das Erechtheion, nach dem uralten Ortsheros Erechtheus benannt. Es wurde von Mnesikles als Umbau und Ausbau áltester heiliger Státten 421 bis 408 geschaffen. Drei Sáulenhallen sind an den Bau angefügt, der am Hang in zwei verschiedenen Ebenen liegt.