Bővebb ismertető
«Die Aufgabe, chemische Technologie an Hochschulen zu lehren, wird historisch bei uns im allgemeinen so aufgefasst, dass die chemischen Vorgánge beschrieben werden, die in technischer Form durchgeführt, die wichtigsten Erzeugnisse der chemischen Industrie liefern. Diese chemische Darlegung wird durch Vorführung von Ausgangsmaterialien und Erzeugnissen und durch Modelle und Bilder der technischen Hilfsmittel, wie durch Besichtigung von Fabriken anschaulich ergánzt und erweitert. Diese Art des Unterrichtes gibt dem, der in der Industrie spáter seinen Weg machen will, eine Grundlage. Sie verhilft ihm, wenn sie gut gegeben wird, zu einem Ueberblick, der ihm vielen Nutzen bringt, wenn er spáter an einer Einzelstelle Vorschláge zu beurteilen oder zu machen hat, wie der Bau, in dem er tatig ist, anders und besser gestaltet werden könnte. Aber auch ihre Unvollkommenheit kommt ihm bei dieser spáteren Tátigkeit zum Bewusstsein, weil er in allém, was iiber die Laboratoriumschemie hinausgeht, nur das Was und nicht das Warum gelernt hat. Es fehlt ihm an der technischen Physik, an der Materialkunde und am wirtschaftlichen Einblick. Von diesen drei Mángeln ist der dritte im Laufe eines technischen Lebens, wie die Erfahrung lehrt, am leichtesten zu überwinden, weil er zum mindesten in den Einzelfragen durch Informationen schwindet, die der tágliche Verkehr in einer gebildeten, technischen Atmospháre liefert. Schwerer überwindet sich der Mangel an Materialkenntnis, schon weil hier eine systematische und verbreitete Kenntnis nur für begrenzte Teilgebiete besteht und ein neuer Fali nur zu oft eine neue Schwierigkeit aufwirft. Der Mangel an Urteil in der technischen Physik aber lásst sich durch ein Studium beseitigen ...» Diese Sátze hat der Nobelpreistráger Fritz Haber im Jahre 1933 als Einleitung zu dem mehrbándigen Werk «Der Chemie-Ingenieur» geschrieben. Schon der Titel deutet an, dass in diesen Bánden die den Ingenieur und Chemiker gemeinsam interessierenden Probleme behandelt werden sollen. Ein solches Berührungsgebiet ist unter anderen die Werkstoffkunde. Der Chemiker als Werkstofferzeuger liefert dem Ingenieur die nötigen Bau-, Betriebs- und Hilfsstoffe, er ist aber selbst auch Verbraucher, wenn er gemeinsam mit dem Ingenieur seine Apparate und Sondermaschinen bauen muss. Die technische Entwicklung stellt an Werkstoffe und Konstruktionen immer grössere Anspríiche, da die Betriebsbedingungen, wie Temperatur, Druck und chemische Einflüsse schwerer und schwerer werden. Es ist daher erforderlich, dass der Werkstofferzeuger genau die Bedürfnisse des