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Alte Häuser sterben nicht [antikvár]

Willi Heinrich

 
w ie heifit er mit seinem Familiennamen?« fragte Marcel. Er safí, mit dem Rücken gegen die senkrechte Felswand, auf einem schmalen Pfad, der dort, wo sie sich ausruhten, in eine Geröllhalde míindete. Tief unter sich sah er das helle Band der StraSe, auf der sie gekommen waren, in engen Serpentinen das Tal durchziehen. Sie lag noch im Schatten der Berge. Auf der anderen Talseite waren die Berge noch höher. Ihre Gipfel und Grate schimmerten rötlich im weifien Licht der Sonne, und weiter im Norden türmten sie sich zu einem geballten...
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w ie heifit er mit seinem Familiennamen?« fragte Marcel. Er safí, mit dem Rücken gegen die senkrechte Felswand, auf einem schmalen Pfad, der dort, wo sie sich ausruhten, in eine Geröllhalde míindete. Tief unter sich sah er das helle Band der StraSe, auf der sie gekommen waren, in engen Serpentinen das Tal durchziehen. Sie lag noch im Schatten der Berge. Auf der anderen Talseite waren die Berge noch höher. Ihre Gipfel und Grate schimmerten rötlich im weifien Licht der Sonne, und weiter im Norden türmten sie sich zu einem geballten Massiv in den leeren Himmel. »Ich weifi nur, dafi er Boris heifit«, antwortete Georges. Sein Gesicht war nafi von Schweifi, er blickte den Berg hinab zu der Stelle, an der sie vor drei Stunden die Strafie verlassen und den Aufstieg begonnen hatten. Entlang der Strafie scháumte ein Flufi, kristallklares Wasser mit einem grünlichen Schimmer an der Oberfláche. Durch den verschwitzten Stoff seines Kittels spürte Georges die Kühle des Felsens in seinem Rücken, und neben sich vernahm er den schweren Atem von Marcel, der mit geschlossenen Augen das Gesicht in die Sonne hielt und weitersprach: »Ich kann mir nicht helfen, aber das hier ist eine merkwürdige Gegend, eine Gegend ohne Vögel. Ist es dir schon aufgefallen?« »Ja«, sagte Georges. Er erhob sich vom Boden, ging zu der Geröllhalde und schaute zum obe-ren Ende der Halde hinauf, wo eine steile Wand herauswuchs. So, wie er stand, hatte er die Sonne im Rücken, und er konnte deutlich die Wand sehen, die etwa zweihundert Meter breit und fünfzig Meter hoch war. Kaum erkennbar hőben sich von ihrem gezackten Grat die flachen Wálle und Befestigungsanlagen eines Forts ab, halbrunde Betonklötze mit SchieSscharten und wuchtigen Geschütztürmen an den Flanken. »Es ist nicht besetzt«, sagte Georges. »Man sieht es.« »Das kannst du von hier aus nicht sehen«, widersprach Marcel. »Das siehst du erst, wenn du oben bist, und dann ist es zu spát.« Georges, der fünfundzwanzig Jahre alt, sehr grófi und mager war, setzte

Termékadatok

Cím: Alte Häuser sterben nicht [antikvár]
Szerző: Willi Heinrich
Kiadó: C. Bertelsmann Verlag
Kötés: Vászon
Méret: 130 mm x 210 mm
Willi Heinrich művei
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