Bővebb ismertető
Vorwort.Von 1912, als Hevesy und Paneth ihre Pionierarbeiten über die Anwendung radioaktiver Atomarten begannen, bis zum Jahre 1934, als es I. Curie und Joliot erstmals gelang künstlich radioaktive Atomarten herzustellen, war die angewandte Radioaktivität auf die wenigen natürlich vorkommenden radioaktiven Isotope der schwersten Elemente angewiesen. Infolge der Entdeckung der künstlichen Radioaktivität und besonders auch der im gleichen Jahre durch Permi begonnenen erfolgreichen Anwendung der Neutronen zur Herstellung künstlicher Radioisotope lernte man von 1934 bis heute über 500 radioaktive Atomarten imd von fast allen Elementen radioaktive Isotope mit für praktische Anwendung geeigneten Eigenschaften kennen. Die Entdeckung der Uranspaltung durch Hahn und Strassmann im Jahre 1938 und die anschließende bekannte Entwicklung in den USA brachte es schließlich mit sich, daß diese wertvollen radioaktiven Stoffe sozusagen als Nebenprodukte und in ungeahnten Quantitäten bei den Arbeiten für die Entwicklung und Herstellung von Atomwaffen erzeugt werden. Dies bedeutet einmal, daß es heute kein Problem mehr ist, Radioisotope zu erhalten (für die Produzenten eher ein Problem, die großen Mengen radioaktiver Substanzen sinnvoll zu verwerten). Es bedeutet weiterhin, daß die gewaltigen Kosten für den Bau der Atomreaktoren, in denen die radioaktiven Isotope erzeugt werden, nicht durch den Verkauf der Isotope amortisiert zu werden brauchen, so daß diese auch verhältnismäßig billig zugänglich sind.Die heutige Situation ist also die, daß eine Fülle von Radioisotopen mit verschiedensten Eigenschaften in fast beliebigen Mengen und zu erschwinglichen Preisen jedem Qualifizierten zugänglich ist. Die weitere fruchtbare Entwicklung und Anwendung der radioaktiven Methoden wird daher in erster Linie davon abhängen, wie schnell die Zahl der Mediziner, Techniker und Forscher zunimmt, die diese Methoden erfolgreich anwenden können. Einen Beitrag zu dieser Entwicklung zu liefern ist der angestrebte Zweck dieser Schrift, die hervorgegangen ist aus dem gleichen Zwecke dienenden Vorlesungen und Übungen, die seit 1946 an der Technischen Hochschule in Göteborg abgehalten werden. Das Studium dieser Einführung ist natürlich mit einem praktischen Lehrgang über die Messung und Handhabung von Radioisotopen zu komplettieren, bevor die Isotopentechnik für selbständige Arbeiten angewandt werden kann.Mein Dank gilt bei dieser Gelegenheit in erster Linie Herrn Professor Otto Hahn für die Lehrjahre 193539 im Kaiser-Wilhelm-Institut für