Bővebb ismertető
Ein elsássischer Dichter, der sich in seinen Werken beider Sprachen bedient, sagte mir einmal, er fühle sich wie ein Mensch, der zwischen zwei Stühlen sitzt. Hans Arp dagegen fühlt sich mit seiner straBburgischen Herkunft in den beiden Kulturen wie in sehr komfortablen Sesseln. Er hat zahlreiche Gedichte und Essays auf deutsch und auf französisch veröffentlicht, und an beiden Ufern des Rheins wird er mit Ehren überháuft. Aber auch in anderer Hinsicht kommt ihm diese in seiner Natúr liegende Vielfalt zugut. Sein Sitz in der surrealistischen Akademie kann ihm nicht genommen werden, obwohl er ebenso unzertrennlich mit der abstrakten Kunst verbunden ist, die er übrigens lieber eine konkrété nennt. Von 1929 bis 1930 war er Mitglied von Cercle et Carré (»Kreis und Viereck«), dann von Abstraktion-Création. Beide Gruppén hatten nichts mit dem Surrealismus gemeinsam, sie hatten sogar entgegengesetzte Blickrichtungen. Man pflegt die Entwicklung Arps vom Zürcher Dadaismus ausgehen zu lassen, zu dessen Gründern er 1916 gehörte. Sicherlich fand das halb aus PossenreiBerei und halb aus Harmlosigkeit bestehende Talent Hans Arps im Cabaret Voltaire ein für seine freie Entfaltung günstiges Klima. Aber man darf nicht vergessen, daB Arp vor der Dada-Bewegung seine Wurzeln im deutschen Expressionismus hatte. Seine Zeichnungen waren in der Zeitschrift Der Sturm veröffentlicht, und er war Teilnehmer der zweiten Ausstellung Der blaue Reiter in München. Gleichzeitig, jedoch in Paris, hatte er die Bhagavad Gitd illustriert, mit Zeichnungen, in denen der kurze Strich von Cézanne wieder-