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MuL denn vom Sterben geredet sein? Vielen Mensdien ist es ein Greueí, vom Tode zu hören, sie habén eine Scheu, an ihn zu denken, fliehen solche Gedanken, sagen: spáter, spáter, mit mir hat's noch Zeit. Aber es geht nicht an, es hat keinen Sinn, sich zu verstecken, der Tod kommt auf uns zu, unaufhaltsam, mit stetigem Schritt. Mors certa, hora incerta. Der Tod ist gewifí, seine Stunde nur ist ungewifi. Der Tod ist von Dichtern in schönen Versen besungen worden, die Zahl erhebender Sterbeszenen in der erzáhlenden und dramatischen Literatur ist Légion, und Philosophen habén ihm tiefgründige Abhandlungen gewidmet. Aber damit ist wenig getan. Es ist ein ander Ding, sich ihm aus der Ferne mit Worten zu nahern, oder in persönliche Bekanntschaft mit ihm zu geraten, sei es bei sich selber oder bei geliebten Náchsten. Der Reiz schöner Poesien pflegt sich in solchen Fallen zu verflüchtigen, und Gedankengebáude fallen zusammen wie Kartenháuser. Arthur Schopenhauer, dieser Verneiner des Lebens, der in seiner Philosophie des Pessimismus die Erlösung vom Willen des Lebens predigt und ein Lobpreiser des Nichtgeborenseins ist, suchte erschreckt das Weite, als