Bővebb ismertető
EINLEITUNG.
I.
Im zehnten Jahre des peloponnesischen Krieges, 422 v. Chr., nachdem Rleon und Brasidas in der Schlacht bei Amphipolis gefallen, war endhch der so viel und so lange ersehnte Friede, auf fünfzig Jahre, wie es auf den Friedenssäulen hiefs, zwischen Athen und Sparta abgeschlossen worden. Fünfzig Jahre Frieden, Frieden zu Wasser und zu Lande, ohne Falsch und Hinterlist*), welche Aussicht für alle diejenigen — und wie viele tausende waren das —, die unter den Schlägen des Krieges gelitten hatten; welche Lust für den Landmann, aus der schweren und schwülen Luft der Stadt, in die er so lange eingepfercht gewesen war, wieder hinaus zu schlendern auf seine Scholle und beim traulichen Zirpen der Grille Zwiesprache zu halten mit Weinstock und Feigenbaum, die Myrtenhecken und die Oelpflanzungen zu be-grüfsen, die ihn lachend empfangen, das Veilchenbeet am Brunnen wieder zu sehen, und Schild und Speer in die Ecke zu werfen, damit die Spinnen ihre Fäden darum ziehen.**)
• Auch Aristophanes, der so lange gegen den Krieg und die Männer, die ihn beförderten, gegen die Leidenschaften des Volkes, die ihn nährten, gekämpft hatte, auch er mochte bei der Botschaft von dem Frieden, der von nun an voraussichtlich bis an das Ende seiner Tage dauern sollte, seinen liebsten Wunsch für erfüllt, ein neues, goldenes Zeitalter für eröffnet halten. Aber die Enttäuschung kam schnell. Denn obwohl bald nach dem Frieden noch ein besonderes Bündnis zwischen Athen und Sparta abgeschlossen wurde, so herrschte doch Argwohn und Mifstrauen von Anfang an auf beiden Seiten; und schon bei der Ausführung der Friedensbedingungen im einzelnen zeigte es sich, dafs den leitenden Staaten die Macht und zum Theil auch der Wille fehlte
, Thuk. 5, 18. vgl. Arist. Vög. 634.
**) Thuk. 2, 52. Arist. Fried. 586. 1160. 557. 559. 600. 577. 1129. Eurip. Fragm. 369 N.^