Bővebb ismertető
ERSTER TEIL
Landschaftstöne: von Braun zu Bronze, steile Silhouetten am Horizont, niedrige Wolken, Perlgrund mit austernfarbenen und violetten Schattenreflexen. Der Löwenstaub der Wüste: Prophetengräber, die zu Zink und Kupfer werden, wenn die Sonne über dem alten See untergeht. Die hohen Flugsanddünen wie Wasserzeichen der Luft - grün und zitronengelb, übergehend in Stahlgrau, in einen einzigen pflaumendunklen Fleck,^ feucht, zitternd: Nymphe mit klebrigen Flügeln. Taposiris liegt tot zwischen den gestürzten Säulen und Seezeichen, verschwunden sind die Harpunen-Männer.
Der Mareotissee unter einem lilaheißen Himmel.
Sommer: rötlichgelber Sand, heißer Marmorhimmel.
Herbst: Grautöne wie bei einer Prellung.
Winter: Eisiger, schneekühler Sand.
Helle, glitzernde Himmelsfelder.
Ausgewaschenes Deltagrün.
Erhabene Sternschaften.
Und Frühling? Ach, im Delta gibt es keinen Frühling, kein Gefühl der Erfrischung, der Erneuerung in den Dingen. Aus dem Winter stürzt man hinein in das wächserne Bild eines Sommers, der zu heiß ist zum Atmen. Doch hier in Alexandria bewahrt uns wenigstens der Seewind vor dem gezeitenlosen Druck der sommerlichen Nichtigkeit: er kriecht zwischen den Kriegsschiffen über die Sándbank und läßt die gestreiften Markisen vor den Cafés auf der Grande Cornriche flattern. Ich hätte nie
Die Stadt, halb Erinnerungsbild (und doch ganz wirklich), beginnt und endet in uns, Wurzeln, in unser Gedächtnis gesenkt. Warum muß ich Nacht für Nacht zu ihr zuj'ückkehren, während ich hier beim Holzfeuer sitze und schreibe und der ägäische Wind dieses Inselhaus packt, packt und wieder losläßt und die Zypressen spannt wie Bögen? Habe ich
! ( ! : ¦ ¦ I ! ; , 1
il-s' - .
if
Im
I