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BEETHOVEN
'~aum eines andern Deutschen Name wird in der ganzen Welt .mit solcher Ehrfurcht genannt, wie der Beethovens. Wenn auch nicht in dem Sinne volkstümlich wie das S chaffen Wagners, Schuberts, so stellt doch Beethovens Werk eine geistige Macht, dar, wie sie Deutschland in dieser Art sonst nicht besitzt. Durch Niemanden wird Gewalt und Größe deutschen Empfindens und Wesens eindringlicher zum Ausdruck gebracht. Dies muß besonders betont werden in einer Zeit, die einem tieferen Verständnis Beethovens keineswegs günstig scheint. Schon die landläufige Interpretation seiner Werke verrät Unsicherheit und Hilflosigkeit. Die einen sehen in ihm den „Klassiker", das ist den ein für allemal Vergangenen, der uns eigentlich nichts mehr angeht und der nur noch „historisch-stilgetreu" aufgeführt werden darf. Die andern wollen in ihm, entsprechend dem Bilde, das die Romantik geschaffen hat, vor allem den Titanen, den ersten schrankenlosen Subjektivisten erblicken, der jede Art VOTl persönlicher Auffassung" seitens des Interpreten rechtfertigt, ja fordert. Wenn man nicht gar versucht, ihm mit der nichtssagenden, unproduktiven „Werktreue" der neuen Sachlichkeit nahezukommen. Alle diese Auffassungen führen, wenn bewußt und konsequent befolgt, zu Zerrbildern seines Werkes, und man kann wohl sagen, daß die Zahl der auch nur einigermaßen zulänglichen Aufführungen Beethovenscher Werke viel seltener ist, als der heutigen Öffentlichkeit irgend bewußt ist.