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Das Bekenntnis
eines passionierten erfolgsautors
Seit längerer Zeit beschäftigt mich der Gedanke, warum Chopin als Komponist und nicht als »Erfolgsmusiker«> warum Salvador Dali als Maler und nicht als »Erfolgsmaler« bezeichnet wurde, warum Pavarotti als Pavarotti und nicht als »Erfolgssänger« gefeiert wird — und warum man mich »Erfolgsautor« nennt und nicht einfach Schriftsteller.
Anfangs dachte ich, daß auch Pavarotti vielleicht nur als »Erfolgstroubadour« bekannt wäre, wenn die Zeitungen von seinen neidischen Sängerkollegen geschrieben würden.
Schließlich habe ich dann doch den wahren Grund entdeckt: Erfolgsautor wird der Mann der Feder seiner vermeintlich gewinnsüchtigen Motivation wegen genannt
Nehmen wir beispielsweise meine Verbindung zum Bertelsmann Club. Viele meiner besten Feinde fragen mich, warum ich nicht verhindert habe, meine letzten vier Bücher durch den Bertelsmann Club neu in Umlauf zu bringen. Über mir hängt der stille Verdacht, daß der Name Bertelsmann mich blendet und die hohen Buchclubauflagen mich verführen. Von meinem berüchtigten Drang nach persönlicher Hochkonjunktur ganz zu schweigen
Ich bin nicht befugt, über die Leitprinzipien der hohen Literatur zu sprechen, für die ausschließlich immaterielle Werte maßgebend sind. Für meine Seite aber kann ich mit ruhigem Gewissen sagen, daß unter den oben erwähnten Motiven ich vor allem am blendenden Namen Bertelsmann, an den verführerisch hohen Auflagen und an der persönlichen Hochkonjunktur interessiert bin.
Warum?
Weil ich eben ein »Erfolgsautor« bin.
Meine Rechnung ist einfach. Der Bertelsmann Club hat einige Millionen gutorganisierte deutschsprachige Leser.
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