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Berlin Impressionen
Die junge Wilde - glorreiche Renaissance einerfabelhaften Hauptstadt
»Es gibteinen Grund, warum man Berlin anderen Stadten vorziehen kann: weil es sich standig verandert.«
Bertolt Brecht
Berlin ist eine Stadt mit dem gewissen Et-was, eine Stadt der Kontraste: Man findet elegante Boulevards und alternative Sze-neviertel, königliche Palais und bröckeln-de Mietshaus-Fassaden am Prenziauer Berg, heiRes Nachtleben in der City und Idylle pur am Wannsee, vornehme Vilién in Grunewald und StraBenstrich an der Oranienburger StraBe, dörfliches Leben in Lübars und Wohnen in Trabantensied-lungen wie dem Márkischen Viertel. Berlin ist eine Stadt mit Tempó, Temperament und Turbulenzen. Und der Berliner ist wie seine Stadt. Die Berliner Schnauze ist sprichwörtlich, und Zwischentöne kennt diese Stadt ohnehin kaum. »Uns kann keener«, sagt der Einheimische. Wie
»Berlin ist mehr ein Weltteil als eine Stadt«, so sprach der Dichter Jean Paul. Er muss es wissen, lebte er doch 1800/01 in Berlin. Schon damals war Berlin anders als andere deutsche Stádte. Eine Metro-pole von europáischem Rang. Eine Stadt, der Schiller »Ungezwungenheit im bür-gerlichen Leben« attestierte, ein Fleck-chen aber, das auch schon vor über 200 Jahren nach Durchsetzungskraftverlang-te. Man brauche Haare auf den Zahnen und müsse mitunter etwas grob sein, um sich in Berlin über Wasser haltén zu kön-nen - das waren die Erfahrungen des sonst so gar nicht zimperlichen Goethe. In Berlin kann jeder nach seiner Fa^on glücklich werden - das wusste schon der olle Fritz. Und die berühmte >BerlinerLuft, Luft, LufU ist ohnehin dufte!
An 40 JahreTeilung erinnern heute nur noch wenige Mauerstücke und vier Grenz-wachtürme, die kahlen Fláchen des To-