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GeleitwortDas architektonische Erscheinungsbild unserer Städte und Dörfer gewinnt zunehmend an öffentlichem Interesse. über eine Auswahl charakteristischer baulicher Ensembles und Einzelbauten im Bezirk Potsdam sollen mit dem vorliegenden Handbuch Bewohner und Gäste des Havelbezirks informiert werden. Neben Werken der Architektur aus wechselvoller Vergangenheit stehen Neubauten aus den dreißig Jahren des Bestehens unserer Deutschen Demokratischen Republik. Damit wird erstmalig die Gesamtheit der baulichen Entwicklung im Bezirk...
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GeleitwortDas architektonische Erscheinungsbild unserer Städte und Dörfer gewinnt zunehmend an öffentlichem Interesse. über eine Auswahl charakteristischer baulicher Ensembles und Einzelbauten im Bezirk Potsdam sollen mit dem vorliegenden Handbuch Bewohner und Gäste des Havelbezirks informiert werden. Neben Werken der Architektur aus wechselvoller Vergangenheit stehen Neubauten aus den dreißig Jahren des Bestehens unserer Deutschen Demokratischen Republik. Damit wird erstmalig die Gesamtheit der baulichen Entwicklung im Bezirk dargestellt, das städtebauliche und architektonische Schaffen der Vergangenheit und der sozialistischen Gegenwart gewürdigt,Ihrer Bedeutung wegen wird der Bezirksstadt Potsdam in ihrem revolutionären Wandel von einer ehemals fürstlichen Residenz zu einem sozialistischen Zentrum der Industrie, der Wissenschaft, der Kultur und des Tourismus besonders breiter Raum gewidmet. Aber auch die historischen Stadtkerne der Kreis- und Kleinstädte zwischen Prignitz und Fläming, ihre Bürger- und Sakralbauten, ihre alten und neuen Wohngebiete, ihre Produktionsanlagen und Erholungseinrichtungen werden vorgestellt. Schließlich soll der Blickauch auf die ländlichen Bauten von der Dorfplatzanlage mit ihren historischen Bauernhäusern und der Dorfkirche im Mittelpunkt sowie dem ehemaligen junkerlichen Herrenhaus bis zu den industriemäßigen Anlagen der modernen Landwirtschaft gelenkt werden. Damit werden jene Veränderungen im Bild unserer Städte und Dörfer sichtbar, die den revolutionären Prozeß der Herausbildung sozialistischer Verhältnisse begleiten. Ich bin überzeugt, daß auch dem Architekturführer für den Bezirk Potsdam ein breites Interesse entgegengebracht wird; ich danke dem Institut für Städtebau und Architektur der Bauakademie der DDR, dem Bund der Architekten der DDR, dem Institut für Denkmalpflege und dem VEB Verlag für Bauwesen für die Herausgabe und allen beteiligten Bearbeitern - vornehmlich den Mitgliedern der Bezirksgruppe Potsdam des BdA DDR - für die sorgfältige Zusammenstellung dieses Bandes.Potsdam, im Dezember 1979Herbert Tzschoppe Vorsitzenderdes Rotes des Bezirkes PotsdamEinführungDer Bezirk Potsdam ist mit einer Fläche von 12 572 km- der größte Bezirk der DDR. Dem Anteil von 11,6 des DDR-Territoriums stehen mit 1 117 000 (1976) Einwohnern nur 6,7 " der Bevölkerung unseres Landes gegenüber. Die Bevölkerungsverteilung ist sehr unterschiedlich: Mit fast 600 000 Einwohnern in den Kreisen der Stadtrandzone Berlins und weiteren etwa 200 000 Einwohnern in den Industrieschwerpunkten der Orte Brandenburg, Rathenow und Premnitz konzentrieren sich 70",) der Bevölkerung auf 47",, der Fläche des Bezirks. Er gliedert sich in 2 Stadt- und 15 Landkreise. Im Bezirk Potsdam haben Industrie und Landwirtschaft gleichrangige Bedeutung. Die Standortverteilung der Industrie verrät eine historisch eindeutige Zuordnung zu Berlin. Ein bandartiges Ballungsgebiet umgibt halbkreisförmig die politisch selbständige Einheit Westberlin entlang einer 117 km langen gesicherten Staatsgrenze. Es erstreckt sich von Oranienburg Hennigsdorf im Norden über Falkensee Staaken, Potsdam, Teltow Ludwigsfelde bis Wlldau/^Königs Wusterhausen im Südosten Berlins. Dieser Industriegürtel entstand im Zuge der kapitalistischen Industrialisierung am Anfang des 20. Jahrhunderts infolgeniedriger Bodenpreise, billiger Arbeitskräfte und guter Verkehrsbeziehungen zur Hauptstadt. Im Bezirk Potsdam werden folgende Industriezweige vorrangig entwickelt: die Metallurgie (Brandenburg, Hennigsdorf), die Herstellung synthetischer Fasern (Premnitz), der Maschinen-und Fahrzeugbau (Potsdam, Brandenburg, Hennigsdorf, Ludwigsfelde. Luckenwalde, Pritzwalk, Wildau), die Elektrotechnik und Elektronik (Teltow, Stahnsdorf, Neuruppin), die optische Industrie (Rathenow) sowie die Herstellung von Möbeln, Textilien und Baumaterialien. Die Standortwahl neuer Betriebe und Anlagen hat eine planmäßige Verteilung der Produktivkräfte über das gesamte Bezirksterritorium zum Ziel. Die Land-und Nahrungsgüterwirtschaft produziert über den Bedarf des Bezirks hinaus und versorgt vor allem die Hauptstadt Berlin mit transportempfindlichen Frischprodukten. Um Werder entsteht auf 10 000 ha dos größte geschlossene Obstanbaugebiet der DDR. Der Ausbau des historisch stark auf Berlin bezogenen Verkehrsnetzes hat durch den Bau des Reichsbahnaußenrings um Berlin, der Autobahn nach Rostock und des Havelkanals gewonnen; auf dem Territorium des Bezirks liegt auch der Flughafen Berlin-Schönefeld.

Termékadatok

Cím: Bezirk Potsdam [antikvár]
Szerző: Aribert Kutschmar , Heinz Karn Ingrid Bartmann-Kompa
Kiadó: VEB Verlag für Bauwesen
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 120 mm x 190 mm
Aribert Kutschmar művei
Heinz Karn művei
Ingrid Bartmann-Kompa művei
Bolti készlet  
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