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Auf den Kopí gestellt, können uralte Formeln zu einem epochenentlarvenden Witz werden und Abláufe, die sich in Traditionen geborgen fühlen, durchschaubar und komödienreif madien. Dies gelingt dem Komödiendichter Mkx Frisch. Gegen die Resignation So ist das Leben!" steílt er die Frage Ist das Leben so?". In seinem neuen Stück Biografie" setzt er eine bürgerliche Normalbiografie Schweizer Provenienz der Veránderbarkeit aus, und die festgefügte Ordnung gerát ins Wanken. Ein Westberliner Starregisseur reiste anno 1968 nach Zürich, um die Biografie des Professors Kürmann auf die Bühne zu bringen, um nach dem Willen des Autors zu zeigen, wie ein bürgerlicher Held die Chance verspielt, sein Leben neu zu beginnen, nach eigenem Willen zu gestalten, es von einem beliebigen Punkt aus zu verándern. Und der Regisseur versagte vor dem Autor und seinem Spiel. Mit grofiem Krach reiste er wieder ab. Ist Biografie" denn mehr als die Geschichte einer Ehe, die aus der Welt geschafft werden soll, aber nicht zu umgehen ist, weil ein Kürmann nach dem Willen des Spiels zwar wáhlen darf, sich aber nicht entscheiden kann? Oder, fragen wir mit Günter Hartung, dem Verfasser unseres Essays, ist Max Frisch mehr, als seine alltáglichen Geschichten glauben machen? Mit der neuen Komödie antwortet er auf eine alte Frage, die ihn, seine Welt und unser Verháltnis zu beiden betrifft. Nach dem Román Mein Name sei Gantenbein" erfahren wir von neuem, dafi ein bürgerlicher Schriftsteller dort gewinnen kann, wo seine Figuren versagen, wenn er der Komödie máchtig ist, wenn er die Ressentiments seiner Umwelt auf den Kopf zu stellen vermag.