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Geleitwort
„Ich habe meine Meinung nicht, weil ich hier bin, sondern ich bin hier, weil ich meine Meinung habe." So antwortete Bertolt Brecht, als von jenseits der Grenze versucht wurde, ihn als Bürger der Deutschen Demokratischen Republik des Opportunismus zu bezichtigen. Da und dort stellte man sich für solche Auskunft schwerhörig. Hier dagegen interessierte desto mehr die Meinung eines Mannes, den die Erfahrungen der durch die Große Sozialistische Oktoberrevolution beflügelten Arbeiterbewegung dá' zwanziger Jahre, der Emigration und des Krieges in unsere Republik geführt lóben. Das erste in dieser Bibliographie verzeichnete Datum einer Brecht-Veröffentlichung liegt ein Jahr vor der Gründung der DDR. Seither sind bei ajiderthalb Hundert Buchtitel und über hundert Musikalien und Schallplattcn mit den Werken Brechts erschienen. Auf diese 30 Jahre Brecht-Publikationen zurückblickend, kann man sagen, daß sie teilhatten an der Erziehung nun schon zweier Generationen von überzeugten Sozialisten. Ihr „Hiersein" entspringt den weltanschaulichen Maßgaben einer auch an Bertolt Brechts Werk geschulten und durch seine Kunst gebildeten Meinung.
Sie, die „nicht nur hören, wie man den gefesselten Prometheus befreit, sondern auch sich in der Kunst schulen, ihn zu befreien," befragen den Dichter nach seinen Vorschlägen. Der Dichter sieht sich geehrt, weil seine Vorschläge angenommen werden. Die Fülle seines Ideenreichtums erschließt immer neu die Lust, das Vergnügen an seiner Kunst. Über hundert in dieser Bibliographie ausgewiesene Titel der Brecht-Sekundärliteratur, wissenschaftliche, publizistische und Hochschulschriften, offenbaren die fortwährende Wirkung des Klassikers Brecht. Seine Kunst zu denken, Vergnügen zu genießen und zu spenden, seine Kunst zu leben, entsprang nicht zuletzt der Fähigkeit und auch der Bereitschaft, Partei zu nehmen, da zu sein, wo die Überzeugung einer konsequent dialektisch-materialistischen Denkweise ihn hinverpflichtete.
Der 80. Geburtstag Bertolt Brechts ist der Anlaß, diese Bibliographie der Brecht-Veröffentlichungen in der DDR herauszugeben. Sie wird schon kurze Zeit nach diesem Termin der Ergänzungen bedürfen. Niemanden, der aus Interesse an Brecht mit ihr arbeitet, wird das