I. EINLEITUNG
Die vorliegende Arbeit hat sich das Ziel gesetzt, die Depotfunde der Stufe B III korpusmäßig zu bearbeiten und sie typologisch und chronologisch zu ordnen. Ks sollte möglichst jedes Depot des Karpatenbeckens beachtet werden, doch wird natürlich von jenen, die nicht aus Autopsie bekannt sind, oder von denen vorläufig nur mündliche oder briefliche Mitteilungen zu Gebote stehen, nur kurz berichtet. Sie werden in jenem Umfang berücksichtigt, den die persönlichen Vereinbarungen gestatten. Es sei der Hoffnung Ausdruck...
I. EINLEITUNG
Die vorliegende Arbeit hat sich das Ziel gesetzt, die Depotfunde der Stufe B III korpusmäßig zu bearbeiten und sie typologisch und chronologisch zu ordnen. Ks sollte möglichst jedes Depot des Karpatenbeckens beachtet werden, doch wird natürlich von jenen, die nicht aus Autopsie bekannt sind, oder von denen vorläufig nur mündliche oder briefliche Mitteilungen zu Gebote stehen, nur kurz berichtet. Sie werden in jenem Umfang berücksichtigt, den die persönlichen Vereinbarungen gestatten. Es sei der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die korpusmäßigen Veröffentlichungen der Depotfunde des Karpatenbeckens auch nach Abschluß dieser Arbeit weiter gefördert werden. Das wichtigste Ziel ist die möglichst gründliche und umsichtige Vorlage des Materials.
Wegen des festgelegten Umfangs der Arbeit sind nur die Bronzefunde aufgenommen norden, die gleichzeitigen Gold- und Keramikdepots mußten einer anderen VeröffentUchung vorbehalten bleiben.
Es folgt also eine Studie samt Fundliste über die gleichzeitigen Golddepots' des Karpatenbeckens. Außerdem werden zwei weitere Bände über die Bronze- und Golddepots der Stufe B IV (Dejjothorizonte von Felsöbalog und Ójjályi) und ein Katalog der jüngsten Bronzedejiots vorbereitet.
Als Depot wird in der vorliegenden Arbeit ein Fund meist einheitlicher Zusammensetzung bezeichnet, der in einem gegebenen Zeitpunkt, gewöhnlich durch historische Ereignisse bedingt, gleichzeitig mit anderen ähnlichen Funden — Depotfundhorizonte — dem Schutz der Erde anvertraut wurde.
Einheitliche Zusammensetzung besagt, daß ein Depot in der Mehrzahl Schmuck, Geräte, Waffen, Rohmaterial, zum Wiedereinschmelzen bestimmte Bruchstücke oder Gefäße enthält. Die Einheitlichkeit kann sich auch auf das Material beziehen. Bei einigen wird durch die Fund-um.stände der Beweis erbracht, daß sie Depotfunde waren.
Die Depotfunde gelangten gewöhnlich in einem größeren Umkreis annähernd gleichzeitig in die Erde, haben daher oft einen ziemlich einheitlichen Typenschatz, oder ihre Gleichzeitigkeit läßt sich durch Depots mit einem oder mehreren gleichen Gegenständen nachweisen. .Als Depot werden jene Funde beschrieben, bei denen nachgewiesen werden kann, daß wenigstens zwei Stücke zusammen lagen und keine Umstände dafür sprechen, daß sie Beigaben eines Grabes waren.- Als Kriterium wird natürlich verlangt, daß sie mit einem Depotfundhorizont gleichzeitige Typen enthalten.
In der Arbeit werden auch Einzelfunde berücksichtigt, über deren Fundumstände nichts bekannt ist, die aber Typen der beiden hier behandelten De])othorizoiite darstellen, nämlich des von Hajdúsámson und von Kosziderpadlás.
Es wurde getrachtet, einen Überblick über das gesamte Material zu geben, denn nur so kann man auch die Depotfundhorizonte zeitlich und regional abgrenzen. Nach den gegebenen Möglichkeiten wurden folgende Methoden angewendet:
a) Klärung der Fundumstände und der Fundzusammengehöriyheit. Nach der Überprüfung der Fundumstände stellte sich bei mehreren Depots heraus, daß die in der Literatur abgebildeten Gegenstände nicht immer einheitliche Depotfunde darstellen. Nach Feststellung der tatsächlichen Fundzusammengehörigkeit verursachte die Zuordnung zu den De])othorizonten keine Schwierigkeit mehr. Durch Nachforschungen ließen sich auch mehrere Depots klarstellen.
b) Trennung der Typen und Varianten nach zeitlichen Horizonten. Es wurde die Klärung der Zugehörigkeit der Typen und Varianten zu Depotfundhorizonten und Kulturgruppen angestrebt, um feststellen zu können, welche Entwick ung die einzelnen Typen vor und nach die.sen Horizonten mitgemacht haben.
c) Analyse der Typenassoziationen. Bei der Untersuchung der einzelnen Typen wurde immer wieder auf jene hingewiesen, mit denen sie am häufigsten zusammen vorkommen und welche einander ausschheßen.
d) Analyse der Formen und der Verzierung. Diese Methode ermöglicht die Klärung der Herstellungszentren. In mehreren Fällen kann man mit einiger Wahrscheinlichkeit auf Meister oder Werkstätten schließen.
'A. Mozsolics —A. H.4btmaun, Goldfunde in Vorbereitung. — A. Mozsolics, .\cta Arch.
Amennyiben az Ön által választott könyvesbolt neve mellett
1-5
szerepel, kérjük kattintson a bolt nevére, majd a megjelenő elérhetőségeken érdeklődjön a készletről és foglalja le a könyvet.