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WARUM ICH DIESES BUCH GESCHRIEBEN HABE
Vor längerer Zeit wurde ich in einem Kreis von Freunden gefragt, woran ich arbeite, und als ich gestand, daß ich das Leben Henry Morton Stanleys beschreiben wolle und die hiezu nötigen Studien seit Jahren gesammelt dalägen, schienen sie merklich verwundert und wollten wissen, was mich an einem Mann interessiere, dessen Taten weder in der Geschichte noch in der Gegenwart lebendige Spuren hinterlassen hätten und dessen Name bereits der Vergessenheit anheimgefallen sei. Ich bestritt es; ich sagte, um den Namen schwebe jene geheimnisvolle Melodie des Ruhms, die ins Unbewußte der Menschheit dringe, er habe den unverkennbaren Rhythmus, den ihm die Geläufigkeit auf Millionen Zungen verliehen, und was sie als Vergessenheit bezeichneten, sei nur ihre Vergeßlichkeit. Sie gaben mir zu, ein Irrtum über die Person und das Werk sei nicht gut möglich, und wollten ihren Einspruch nur dahin verstanden wissen, daß sie an beiden, Person und Werk, das Einmalige, das Mustergültige und Vorbildliche vermißten. Was unterscheidet ihn denn, bemerkte einer, von der großen Zahl verdienstvoller Pioniere, die genau wie er in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts den afrikanischen Kontinent durchforschten, ebenso mutig,