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11. Februar Fastnacht
Wir kamen zu Karneval an, mit dem warmen Februarwind, der den Duft von am Straßenrand gebratenen Pfannkuchen, Würstchen und süßen Waffeln mit sich trug, während Konfetti von Mantelkragen und Ärmelaufschlägen rieselte und im Rinnstein herumgewirbelt wurde wie ein lächerliches Gegenmittel, mit dem der Winter vertrieben werden sollte. Es herrscht eine fieberhafte Aufregung unter den Menschen, die die enge Hauptstraße säumen und die Hälse recken, um einen Blick auf den mit bunten Girlanden und Papierrosetten geschmückten Wagen zu erhaschen. Einen gelben Luftballon in der einen und eine Spielzeugtrompete in der anderen Hand, steht Anouk neben einem traurig dreinblickenden braunen Hund und schaut mit großen Augen zu. Anouk und ich haben schon viele Karnevalsumzüge gesehen; einen Zug von zweihundertfünfzig geschmückten Wagen letztes Jahr beim Mardi Gras in Paris, einhundertachtzig in New York, zwei Dutzend Blaskapellen in Wien, Clowns auf Stelzen, große Pappmache-Figuren mit wackelnden Köpfen, Ma-joretten, die ihre glitzernden Stäbe durch die Luft wirbeln ließen. Aber im Alter von sechs Jahren erscheint einem die Welt noch voller Wunder. Ein hölzerner Wagen, hastig geschmückt mit Goldfolie und buntem Kreppapier, Szenen aus einem Märchen Ein Drachenkopf auf einem Schild, Rapunzel mit einer wollenen Perücke, eine Meerjungfrau
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