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Vorwort
Da das Leben der meisten Menschen von harten wirtschaftlichen Zwängen eingeschränkt wird, verspüren viele von uns eine gewisse Neugier für das Leben derjenigen, die durch ein riesiges Vermögen von solchen Zwängen frei sind. Wie bei anderen Begünstigungen - einem überragenden Intellekt oder einer sportlichen Begabung - verfolgen wir gespannt, wie diese geerbten Joker wohl ausgespielt werden; wir malen uns aus, wie wir selbst solche großartigen Chancen nutzen würden und entdecken dabei vielleicht sogar neue Möglichkeiten in uns selbst.
Doch wenn wir über die Superreichen nachdenken, wird unsere natürliche Neugier von einer ebenso natürlichen Neidreaktion begleitet. Ist es nicht schlimm genug, daß diese Leute Jachten und Villen besitzen und wir nicht? Müssen wir auch noch etwas über ihr Privatleben lesen ? Oft finden wir einen Kompromiß für diese widerstreitenden Empfindungen. Wir beschäftigen uns mit dem luxuriösen Leben der Reichen, wenn sie eine kleine Voraussetzung erfüllen: Sie müssen unglücklich sein und ein schlimmes Ende nehmen.
Wenn das die Voraussetzungen sind, so hat Christina Onassis sie mühelos erfüllt. Was die positive Seite angeht, bietet ihre Geschichte beträchtliches Potential und illustriert beispielhaft die Möglichkeiten grenzenlosen Reichtums. Christina war gerade vierundzwanzig, als sie ihr Vermögen erbte, sie war temperamentvoll, romantisch, zeitweilig attraktiv, einigermaßen gescheit und leidlich gesund. Sie war niemandem Rechenschaft schuldig, keinem Verwandten, Ehemann oder Teilhaber. Ihr märchenhafter Reichtum hat sie weder belastet noch beschämt; sie liebte das abwechslungs-