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ALMERIA UND SEINE LANDSCHAFTAlmería ist eine andalusische Provinz im Südosten Spaniens, deren Küste vom Mittelmeer umspült wird. Sie misst 8.774 Quadratkilometer und hat 425.000 Einwohner.Sie ist die erst kürzlich entdeckte Costa de Almeria, die glücklicherweise vom Massentourismus der vergangenen Jahre verschont blieb. So kann sie heute dem Besucher ein wahres Paradies bieten. Ihr fast 200 Kilometer langer Küstenstreifen ist noch so schön, unberührt und einsam wie am Schöpfungstage.Der klare Himmel, noch nicht von den Fortschritten der Technik verunreinigt, spiegelt sich im makellosen, kristallklaren Wasser abgeschiedener Buchten. Die weiten Landschaften erinnern an Zeiten, in denen die Menschen noch keine Grenzen kannten. Das güldene Almeria wurde es von dem Dichter Machado genannt.Erstaunlich ist die Verschiedenheit der Landschaften: auf der einen Seite fruchtbare Nutzgärten und Terrassenbau, die das feinste Obst hervorbringen, Weintrauben in den hochgelegenen Rebgeländen und dichte Orangenhaine, Früchte der Tropen und Blumen, die an keine Jahreszeit gebunden sind, und neuerdings Gemüseernten, die auf dem Sandboden, unter Plastikhüllen, Frühgemüse aller Art liefern. Auf der anderen Seite treffen wir auf wüstenartige Dünen und dürre Spartgrasfelder.Auch die öden Berge und kahlen Felder sind ein Teil Almerias, wo einst Gold, Silber und Blei geschürft wurden und heute Fluor und Bentonit gefördert werden. Marmorbrüche, Eisen- und Salzwerke sind immer noch im Betrieb. Neben der Wüste liegt das Paradies. Die leuchtende Helleerhöht das Rückstrahlen der Sonne von den Kalksteinen des goldgelben und weissen Sandstrandes am Golf. Ebbe und Flut beeinflussen die Küste nicht. Der Kalk, Herr und Gebieter des Südens, verleiht mit seiner blendenden Weisse Häusern und Landgütern einen magischen Glanz.Oh begnadete Küste, der Sonnenstrahl ist dein Geliebten) so besang Aldous Huxley die Küste von Almeria. Und nicht mit Unrecht, sind doch dreitausend Sonnenstunden im Jahr des Ruhmes wert.Auch die Filmindustrie wie auch nicht? hat die Lichtstärke der Küste 'entdeckt' und sich die landschaftlichen Gegensätze in Bild und Farbe zu eigen gemacht. Die grossen Filmproduzenten der Welt sahen in dieser Landschaft eine wahre 'Goldgrube' für ihre Kameras. Seit dem Jahr 1949, in dem hier der erste Film gedreht wurde, liess sich ein Schwärm von Filmsternen in der natürlichen Szenerie dieser Provinz beobachten, wo Filme von besonderer Qualität wie Lawrence of Arabia, Patton, Die Zenturionen und Dutzende von amerikanischen Wildwestfilmen gedreht wurden. In den Ebenen um Tabernas sind die Dörfer und Forts des falschen Wilden Westens noch erhalten. Etwas später waren es deutsch-spanische Astronomen, die auf dem klimatisch besonders günstigen Calar Alto eins der grössten Observatorien Europas mit modernsten Teleskopen einrichteten. Dieses Observatorium liegt 44 km nördlich des Hafens von Almeria in 37° 13' nördlicher Breite und 2° 22' westlicher Länge an der Grenze zwischen Gergal und Bacares. Calar Alto ist mit seinen 2.168 m der höchste Berg der Sierra de Filabres. Sein sanftes Profil hebt sich kaum von der Bergkette ab, aber die Kuppeln, in denen sich die Teleskope befinden, sind von weitem sichtbar.Und schliesslich haben die Erforscher neuer Energien in Almeria,*