Bővebb ismertető
Vorwort
Wahrscheinlich ist seit 1945 die Sinnfrage nicht mehr so intensiv gestellt worden wie in den 80er Jahren. Das gilt nicht nur für die westlichen Länder; auch in den totalitären osteuropäischen Staaten stellen zunehmend mehr Menschen an sich und an ihre Regierungen Fragen nach dem Sinn ihres Tuns. Die Friedensbewegung in Westeuropa und in den USA, die JMenschenrechtsbewegungen in Osteuropa, Soli-darnosc in Polen, die Neuentdeckung der alten Religionswahrheiten sind Zeichen unserer Zeit, die so in den 50er, 60er und 70er Jahren nicht erkennbar waren. Auf der Suche nach dem Sinn kann C. G.Jung hilfreich sein. Wie kaum ein anderer praktischer Denker in unserem Jahrhundert gibt er umfassend Hinweise auf ein möglichst sinnvolles Leben: privat und politisch, gesellschaftlich und reH-giös, ganzheitlich. Ich bin kein Psychologe. Der Verlag hat als Herausgeber dieses Lesebuchs, das ich als eine erste Hin-fiihrung zu C. G. Jung verstehe, einen psychologisch interessierten Nichtpsychologen gesucht. Als Journalist beim Massenmedium Fernsehen erreichen mich täglich Briefe, in denen Zuschauer ihre Probleme, Fragen, Zweifel und Hoffnungen schildern. An diese Zuschauer habe ich bei der Auswahl der Vorträge, Artikel und Briefe für dieses Buch unter den über 11 000 Seiten, die uns Carl Gustav Jung hinterlassen hat, gedacht — nicht an ein Fachpublikum. Ich schulde dem Leser eine Erklärung dafür, weshalb mir C. G. Jung so viel bedeutet. Bitte werfen Sie einen kurzen Blick auf das Inhaltsverzeichnis. Sind das nicht wesentliche Fragen unserer Zeit? Einige dieser Fragen habe ich in meinem Büchlein «Frieden ist möglich. Die Politik der Bergpredigt»