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VORWORT
Als ich im vorigen Jahr den Band über die Geselligkeit des 19. Jahrhunderts mit einem mühsamen, aber lohnenden Aufstieg verglidi, der auf noch unbenütztem Pfad zu neuen Aussichten führen sollte, hoffte ich kaum, daß mir so viel Verständnis weiter Leserkreise entgegenkommen würde. Die freundliche Aufnahme seitens der Kritik, manche Zuschrift, mandies Gespräch und nicht zuletzt das rasdie Erscheinen einer zweiten Auflage ermunterten mich, den begonnenen Weg weiter zu verfolgen. Manches Dorngestrüpp des Vorurteils bog ich auseinander, überwand manche dürre Papierwildnis der Langeweile, um den Lesern neue, überraschende Fernsidit zu zeigen. Idi weiß nun, daß meine Arbeit nidit als bloße Anekdotensammlung angesehen wird, sondern anregt, die diemischen Zusammensetzungen von Notwendig und Überflüssige von gutem Altem und neuem Gutem, von überkommenem Unsinn und moderner Narrheit, von sauergewordenen Tugenden, die zu Fehlern erstarren, und kräftigen Auswüchsen, die sich zum besten kehren, verstehen zu lernen.
Es handelt sich in diesem Band vom galanten Europa um die nächstliegenden Wurzeln aller Gebräuche und Anschauungen des 19. Jahrhunderts, um die Entstehungs-geschidite vieler heute im täglichen Leben geläufiger Begriffe und Gewohnheiten. Im 17. und 18. Jahrhundert bildet und befestigt sich merkbar der Charakter bei verschiiidenen Nationen. Um den Charakter solcher
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