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Gerd Harms-Hausmann - Das große Reader's Digest Buch der Ozeane [antikvár]

Das große Reader's Digest Buch der Ozeane [antikvár]

Gerd Harms-Hausmann, Hans O. Lange, Heinz Conradis, Robert Gerwin

 
Robert Gerwin DER SIEBTE ERDTEIL „Die Weltkarte hat keine weißen Flecken mehr!" Triumphierend oder auch mit bedauerndem Unterton, weil die alte Erde kühnem Forschergeist angeblidi keine lohnenden Ziele mehr zu bieten habe, wurde 1957/58 das Zeitalter der Entdeckungen für beendet erklärt. Das Internationale Geophysikalische Jahr war abgescäilossen und mit ihm eines seiner bedeutendsten Unternehmen: die erste umfassende Erforschung der Antarktis, des letzten bis dahin fast unbekannten Kondnents. Dodi während die Epoche der großen...
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Robert Gerwin DER SIEBTE ERDTEIL „Die Weltkarte hat keine weißen Flecken mehr!" Triumphierend oder auch mit bedauerndem Unterton, weil die alte Erde kühnem Forschergeist angeblidi keine lohnenden Ziele mehr zu bieten habe, wurde 1957/58 das Zeitalter der Entdeckungen für beendet erklärt. Das Internationale Geophysikalische Jahr war abgescäilossen und mit ihm eines seiner bedeutendsten Unternehmen: die erste umfassende Erforschung der Antarktis, des letzten bis dahin fast unbekannten Kondnents. Dodi während die Epoche der großen Eroberungen zu Lande ihrem Ende entgegenging, hatte längst ein neuer und aufregender Absdmitt der Entdedcungsgeschichte begonnen. Vor rund 100 Jahren hatten ein paar Männer damit angefangen, von Bord ihrer Sdiifle aus mit häufig unzureichenden Geräten in die weiten Rätmie des mächtigsten „Erdteils" unseres Planeten hinabzutasten: in das Weltmeer. Ihre Messungen und Untersuchungen und die Beute, die sie mit Schleppnetzen und Greifern aus dem Wasser oder vom Boden des Meeres heraufholten, verbesserten allmählich die buchstäblich „oberflächlichen" Kenntnisse über den Ozean. Aber noch bis in unsere Zeit hinein hielten viele Meeresforsdier den Stoßseufzer eines ihrer Kollegen für nur leicht übertrieben: „Uber den Ozean wissen wir nicht viel mehr als ein Mann, der in stockdunkler Nacht in ein paar tausend Meter Höhe über eine unbekannte Gegend hinwegfliegt, sidi mit behelfsmäßigen Geräten einige Blätter, ein paar Zweige, Steine, vielleicht sogar einen Hut, eine Blechbüchse und ein Kinderspielzeug heraufangelt und versucht, sich nach diesen ZufaUsfunden ein Bild von der Landsdiaft da unten zu machen." Aus den Anfängen um die Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich die Meeresforschung zum aufwendigsten wis-senschafdidien Unternehmen nach der Weltraumfahrt entwidcelt, nachdem man sie lange als die etwas verstaubte Wissenschaft einiger Sonderhnge angesehen hatte. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg erkannten Die Urgewalt und die Schönheit des Meeres haben den Menschen immer fasziniert. Heute lockt der Ozean mit neuen Verheißungen: Seine dunklen Tiefen sind uns zugänglich geworden, enorme Reichtümer warten darauf, gehoben zu werden. die Nationen die Bedeutung des sogenannten „siebten Kontinents", der rund 71 Prozent, daß heißt mehr als zwei Drittel, der Erdoberfläche bedeckt und — räumlich gesehen — achtzehnmal so voluminös ist wie alle über dem Meeresspiegel liegenden Landmassen zusammen. Den einzelnen Expeditionen europäischer und amerikanischer Ozeanographen — unter diesem Sammelbegriff werden die Geologen, Biologen, Physiker, Chemiker und anderen Spezialisten der Meeresforschung zusammengefaßt — folgten gemeinsdiafüicie Anstrengungen vieler Völker der Welt. Im Internationalen Geophysikahschen Jahr war eine Flotte von 80 Forschungssdiiffen ausgelaufen, um dem Meer neue Gehehnnisse zu entreißen, und heute gibt es in aller Welt schon rund 500 solcher Laborsdiiffe m verschiedenen Größen, die ein Riesenarsenal von neuen und komplizierten Geräten einsetzen können: Präzisionsecholote, Tiefseekameras, Bohrgeräte für den Meeresgrund, Spezialnetze und Greifer, Meßgeräte für Strömungen, Druck, Dichte, Salzgehalt und Temperaturen, mit Batteriestrom und wohl bald auch mit Atomenergie betriebene Meßbojen, die laufend wichtige Informationen sammeln und per Funk zum Festland weitergeben, und viele andere. Die Ozeanographen haben uns bis heute em zwar unvollständiges, doch erstaunlich vielfältiges Bild der großen Wasserwelt vermittelt: Sie fanden erdumspannende Gebirge, mächtige Vulkankegel und klatEende Gräben, wo man früher nur öde, von Wassermassen bedeckte Ebenen vermutet hatte. Aus Zonen, die man wegen des gewaltigen Wasserdrucks lange für absolut lebensfeindlich gehalten hatte, förderte man unbekannte Tiere zutage. Die Forscher konnten nachweisen, daß sich ein globales System von Strömungen, vergleichbar dem Wind- und Wetterkreislauf über der Erdoberfläche, durch alle Schichten des Meeres zieht. Sie stießen auf reiche Rohstofllager, die die des Festlandes oft um ein Vielfaches übertreffen, auf neue Fischereigebiete, und in Jahrmillionen alten Ablagerungsschichten des Meeresbodens fanden sie eine unvergleichliche Chronik der Geschichte der Erde und des Lebens auf ihr. Solange es ihnen aber verwehrt war, selbst in die Tiefen des Ozeans hinabzufahren und die fremde Welt mit

Termékadatok

Cím: Das große Reader's Digest Buch der Ozeane [antikvár]
Szerző: Gerd Harms-Hausmann , Hans O. Lange , Heinz Conradis Robert Gerwin
Kiadó: Verlag Das Beste GmbH
Kötés: Vászon
Méret: 240 mm x 310 mm
Gerd Harms-Hausmann művei
Hans O. Lange művei
Heinz Conradis művei
Robert Gerwin művei
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