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RÜBEZAHL
Es regnete, es goß, der Himmel hatte seine Sdileusen geöffnet, die Bäche schwollen, die Flüsse tosten, die Ströme traten über die Ufer, jeder Teich ward zum See.
Da flüchteten wir auf den Ararat.
Er lag 1250 m hoch über dem Meeresspiegel, im Riesengebirge, auf der böhmischen Seite. So waren wir den Wolken näher. Auf einmal waren wir mitten darin. Freunde im Tale verdächtigten uns, daß wir die Nebel machten. Aber daran war natürlich kein wahres Wort.
Wir hatten uns in einer der Bauden auf der Bohnwiese niedergelassen, einer der schönsten Bergwiesen auf Erden. Manchmal, wenn der Wettergott sein Mittagsschläfchen hielt und der dicke, wallende, milchige Vorhang zerriß, stand schlank, stark und unanfechtbar die Schneekoppe vor unseren Blicken, scharf und nah, ein Ziel unserer Wandersehnsucht. Stand, hob sich, reckte sich empor und entschwand in Wolkenflügen, die vom Rosenberg aufstiegen, gen Himmel.
Es kam der Wind. Er fuhr heran. Er pfiff aus dem Äther, er brach wie ein Geiser aus dem Aupatal und schoß in die Nebeldecke. Er riß Fetzen aus dem fliegenden Brei, einen Augenblick lugte es blau vom Himmel. War es Gottes Auge?
Eines Morgens erwachten wir, und im Brodem der Hölzer, die unsere Bergwiesenbaude umschalten, war der reine Duft von Frühe und Schönheit. Wolken und Nebel hatten sich gesenkt, wir waren im Blauen.
Während wir noch beim Frühstück saßen, stürzten die
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