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ERSTER AKT Salon bei Heink. In der linken Wand Türe zum Zimmer der Frau Marie, in der Mitte Türe zum Musikzimmer, in der rechten Wand Türe zum Vorzimmer. Bilder Gustav Heinks, eine Büste Gustav Heinks. Links Tisch mit Stühlen. An der Türe rechts ein Kamin, weiter nach vorn ein Wandsofa, vor diesem ein rundes Tischchen mit Stühlen. Überall Blumen in hohen schmalen Gläsern. Alles ist hell, behaglich und reich, von einer angenehmen, ungesuchten Eleganz. Auf dem Tisch links: Sträuße von Tulpen, Narzissen und Flieder, eben hingelegt, dann ein Stoß von uneröffneten kleinen blaßblauen, gelben und rötlichen Briefen mit Monogrammen und ein Handkoffer in gelbem Leder, halb gepackt. Auf dem Tischchen rechts ein Stoß von uneröffneten kleinen Briefen. Die Tür zum Musikzimmer steht auf; man erblickt einen großen schwarzen Steinway und an der Wand Lorbeerkränze mit großen Schleifen. Auch die Tür rechts steht auf. Heink (dreiundvierzig Jahre; groß, auffällig schlank, was er durch seine Kleidung noch hervorzuheben sucht, und sehr jugendlich in seinen eiligen Bewegungen; pechschwarzes Haar in langen glatten Strähnen bis auf die Schultern; das unruhige Gesicht rasiert, sehr gescheit, mit einem Zug ins Spöttische, der seinen Ausdruck banaler Liebenswürdigkeit stört; es wäre der Kopf eines durchtriebenen Weltmannes oder Diplomaten, ohne die langen Haare, die ihm etwas gewerbsmäßig Künstlerisches geben; er ist weibisch kokett, besonders wenn er im Gespräch die müden, ein wenig verschlafenen Augen plötzlich aufreißt und nun visionär ins Weite starrt; er spricht mit einer affektierten Herzlichkeit, seine zärtliche Stimme hat etwas Bittendes, Streichelndes, doch vergißt er sich leicht und wenn er un-