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Jezzas Geschichte „Schöne, entzückende Schwágerin", sagte Onkeí Rolf beim Friihstüdk zu Tantdien Ninna, „wie wáre es5 wenn du deinen Schlafrock etwas zusammenhalten würdest? Nicht etwa, daB ich von der Sittsamkeit als Tugend allzuviel halté, wenn ich ehrlich sein soll, aber -1" Tantdien Ninna rührte keinen Finger. Sie schlief beinahe, und ihr herrliches Haar fiel ihr über die Schultern bis aufs Tisdituch herab. „Ninna láuft immer so aufgelöst herum", sagte Tante Emilia, „entweder schláft sie überhaupt oder sie ist nahe am Einschlafen. Sie ist eben einfach ein unordentlidies Geschöpf/5 Dabei stieB sie den Löffel so heftig in ihr Ei, da6 ihr das Eigelb bis ans Kinn spritzte, hielt aber den Blick unverwandt auf Tantdien Ninna gerichtet. „Es wird dir wahrscheinlich nidit passen", fuhr sie fórt, „aber ich habe beschlossen, dich nicht in die Stadt miízunehmen, um mit mir Weihnachtseinkáufe zu machen. Ich habe genug von dir? Ninna. Ich werde statt deiner eines der Kinder mitnehmen. Und zwar Jezza." Sie hatte den Mund voll Butterbrot mit Honig und aí5 genau so, wie man uns immer sagt, daB man nicht essen dürfe, und man sagt uns sogar, wir sollten Tante Emilia beobachten, damit wir uns merken? wie schauderhaft es aussieht, wenn sie ifit. Mit all dem Frühstück in ihrem Mund konnte man sie kaum verstehen, aber Tantdien Ninna wachte doch mit einem Ruck auf. Sie sagte nichts, sondern warf nur einen Blick auf den