Bővebb ismertető
Die vorliegende Arbeit verdankt ihre Entstehung zwei Umstanden: einmal einer neuen Methodik zur Untersuchung der blutbildenden Gewebe in vivo, die es erlaubt, tieferen Einblick als bisher in das morphologisch-funktionelle Geschehen der Hamatopoese zu gewinnen und ferner der persönlichen Gunst des Geschickes, langjahriger Schüler und Mitarbeiter eines der Hauptgründer der modernen klinischen llamatologie, Prof. Ottó Naegelis, sein zu dürfen. Eigentliche Veranlassung gab aber die Erkenntnis, daB trotz sich háufenden kleineren und gröBeren Monographien über die Ergebnisse der Sternalpunktion bisher kaum der Versuch gemacht wurde, allgemein biologische Gesetze, die sich aus dem intravitalen Knochenmarkstudium ergeben, in zusammenfassender Weise darzustellen. Und doch gibt gerade das intravitale Markstudium auf zahlreiche ungeklárte Fragen, wie der Abstammung der Blutzellen, der Art und Weise der Zellregeneration und anderes mehr Antworten, die vorher vergeblich gesucht wurden. Das intravitale Markstudium bietet auch eine willkommene Gelegenheit, geláufige Anschauungen auf ihre Richtigkeit hin zu prüfen, alte Vorurteile über Bord zu werfen und durch neuere besser fundierte Lehren zu ersetzen. Ich bin überzeugt, daB mit der klinisch möglich gewordenen Untersuchung der Blutbildungsstatten eine neue Ara in der Hámatologie angehoben hat, áhnlich etwa der jenigen, die die Ehrl ich sehen Fárbemethoden gebracht habén. Aus der Menge der Einzelbeobachtungen habe ich als zwingend sich ergebende GesetzmáBigkeiten festzuhalten versucht und dabei die allgemeinen Probleme in den Vordergrund gestellt. Ich war stets bestrebt, die Tatsachen von den daraus abgeleiteten Deutungen mit genügender Scharfe zu trennen. Eine stark persönliche Fárbung láBt sich beim Fehlen gröBerer Vorarbeiten nicht vermeiden und ist auch gar nicht unerwünscht, indem gerade eine solche Darstellung zur Kritik herausfordert und zu neuen vollstándigeren Lösungen führt. So sehe ich in der vorliegenden Arbeit auch nur einen ersten tastenden Versuch, der hoffentlich zum Ausgang weiterer Forschungen anregen möge. Wenn ich in meiner Darstellung in verschiedenen Fragen gegenüber den Anschauungen meines verehrten früheren Lehrers, Prof. 0. Naegeli, zu einem abweichenden Standpunkt gelangt bin, so liegt dies in der zeitlich begrenzten Dauer wissenschaftlicher Erkenntnis selbst begründet und ándert, nichts an der historischen Bedeutung heute vielleicht überholter Erkenntnisse für die damalige Zeit. Eine grundsátzlich andere Ilaltung mag in der starker ausgesprochenen funktionellen Betrachtungsweise erblickt werden, wozu aber gerade die strenge morphologische Schulung eine notwendige Voraussetzung darstellt. Eine Beschrankung auf die Darstellung der theoretischen Ergebnisse erschien mir aber unvollstándig, sofern nicht die Gelegenheit geboten wird, diese GesetzmáBigkeiten im Einzelfalle überprüfen zu können. Aus diesem Grundé ist dem