Bővebb ismertető
STURM VON LABRADORAls ich midi in Gdynia einschiffte, um die Reise nach Kanada anzutreten, strahlte in Polen die Julisonne heiß vom Himmel, und singende Bauern bargen auf den gelben Feldern die reiche Ernte. Während sich die Ostsee noch verhältnismäßig sanft zeigte, wies uns die Nordsee schon ein finsteres Gesicht. Die richtige Hölle begann aber erst, nachdem wir Schottland passiert hatten und in den offenen Atlantik hineinsteuerten. Ein kräftiger, sturrnartiger Westwind brachte uns tüchtig in Be-wegtmg und blies uns voller Wut ins Gesicht, so daß man das Gefühl hatte, er wolle die Haut in Stücke reißen. Ungemein schwer war es auch, sich auf Dedi zu halten, denn unsere rechtschaffene Puliaski" tanzte auf den riesigen Wellen wie eine verrückt gewordene Balletteuse. Bis ins Innerste drang der kühle Luftstrorn, und ihm war es auch zuzuschreiben, daß viele Fahrgäste erkrankten und das Bett hüten mußten.Nachdem wir uns bereits drei Tage ununterbrochen auf dem wild rasenden Meer herumgequält hatten, fragte ich einen der Schiffsoffiziere, ob hier im Nordatlantik ständig solche Winde toben. Seine Antwort war kurz: Im Herbst, Winter und Frühling immer im Sommer beinahe immer."Und sind sie stets so heftig wie jetzt?"Vorwiegend stärker!"Durchdringend, frostig und unangenehm ist der von Labrador und Grönland kommende Wind.----Vom Sturme verschlagen, entdeckten norwegische Seefahrer im Jahre 863 Island, an dessen Küsten sie sich