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jA^ugust 1931. - Für die Reisenden ist die Hafenstadt Vera Cruz ein kleines Fegefeuer zwischen Land und Meer, ihre Bewohner aber sind sehr stolz auf sich und ihre Stadt, die zum Teil ihr "Werk ist. Ihr Dasein wird von den örtlichen Sitten und Gebräuchen bestimmt, die ihre Geschichte und Wesensart widerspiegeln, und in der angenehmen Vorstellung, ihre Gewohnheiten und Gefühle wären über jede Kritik erhaben, führen sie ihr abwechselnd gewalttätiges und lethargisches Leben in einer erfreulichen Verachtung für die Meinung Außenstehender.
Wenn sie eines ihrer zahlreichen privaten und öffentlichen Feste gefeiert haben, veröffentlichen die Zeitungen lyrische Ergüsse über den fröhlichen Verlauf, über die Üppigkeit und aristokratische Vornehmheit - zwei Ausdrücke, die sie für Synonyme halten - der Ausschmückung und Bewirtung; und sie können nicht genug rühmen, wie gewandt und feinfühlig die gute Gesellschaft zwischen feinster Lebensart und zwanglosem Amüsement zu balancieren verstehe - ein Geheimnis der Welt von Vera Cruz, das die provinzielle Gesellschaft des inneren Landes mit bitterem Neid und überdies erfolglos nachzuahmen sucht. «Nur unsere Bevölkerung versteht sich frei und doch zivilisiert zu amüsieren», schreiben sie und fahren fort: «Wir sind ein großzügiger und warmherziger, ein gastfreier und feinfühliger Menschenschlag.» Solche Auslassungen sind nicht nur für die Leser in der eigenen Stadt bestimmt, sondern auch für die polyglotten Barbaren der Hochebene, die allen Gegenbeweisen zum Trotz Vera Cruz nur als ein verpestetes Hafennest betrachten.
Vielleicht ist in dieser streitbaren Betonung feiner Lebensart ein klein wenig Unsicherheit zu spüren, genau wie in der systematisch brutalen Behandlung, die für gewöhnlich den Passagieren zuteil wird, die auf dem Weg zu der vorübergehenden Gebor-
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