Bővebb ismertető
Prolog
Cloontha wird es genannt - ein Ort in einer Armbeuge. Ein paar vereinzelte Häuser, das alte Fort, kalkfeucht und raunend, und vom großen rauschenden Bauch des Sees zwischen Weideland und Auen eine gewundene Straße, kleine Festungen aus Eschen und Holunder umschlängelnd, eine Straße hin zum Maul des Berges. Felder, die mehr bedeuten als Felder, mehr als das Leben und auch mehr als der Tod. In den Sommermonaten Kälber, die schmatzen und saugen, an den schwarzen Lippen blaue Speichelfäden, ihre weißen Gesichter wie die von Clowns. Hagedorn und Weißdorn, Grenzen aus verträumtem Rosa. Nebenstraße, Moorstraße. Die goldbronzenen Gräser ein Wogen, schweigend, doch beharrlich. Horch. Das Zittern wilder Gräser, der Lockruf wilder Vögel. Auflebend. Klaftertief die zerbrechlichen, rostigen Scherben, Relikte aus den Schlachten vergangener Zeiten, und in den Kalksteinbecken, still im Tode, die Knochenkinder und Knochenmütter, und die Väter auch. Die Ahnen. Die kurzen Männer und die langbeinigen Männer, die hackten und hackten und in die aufgerissene atmende Erde die ersten Kartoffeln setzten, die gewürfelten Knollen, die das Brot des Lebens sein würden, bis die Krautfäule kam. Den Geschichtsbüchern zufolge geschah es am Abend von Mariä Himmelfahrt. Der Pesthauch kam in der Nacht und wanderte über die Felder, und am Morgen waren die aufrechten Triebe schwarz verfaulte Bänder. Ein langsamer Tod für Mensch und Tier. Eine Wolke der Verwesung über dem Land, hungernde Menschen, dumpf und demütig dahinziehend in dem Glauben, woanders habe die Fäule nicht zugeschlagen. Bloß hatte sie es. Der Tod war überall. Die Gesichter der Toten gelb wie Pergament, lakritzeschwarz die Lippen, da sie das süße Gift verschlungen hatten, die Apfel des Todes.