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I. DIE HEILIGE MESSE
1. In der Feier des eucharistischen Opfers eint sich Christus, der Hohepriester, mit allen Gliedern seines mystischen Leibes. Wir alle sollen zusammen mit ihm und durch ihn dem Vater den Kult der vollkommenen Anbetung und Verherrlichung darbringen. „Die Gläubigen können kein anderes Werk vollziehen, das so heilig und göttlich ist wie dieses erhabene Mysterium" (Konzil von Trient). Die Feier der heiligen Messe ist „der Höhepunkt und gleichsam der Mittelpunkt der christlichen Religion" (Papst Pius XII. in „Mediator Dei"), die vollkommenste Form unserer Anbetung Gottes und unserer Hingabe an ihn.
2. Die Feier der heiligen Messe ist
a) die Gedächtnisfeier des Leidens, der Auferstehung und der Himmelfahrt des Herrn. „Sooft ihr dieses Brot esset und den Kelch trinket, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er wiederkommt" (1 Kor 11, 26). So beten wir unmittelbar nach der heiligen Wandlung: ,,Daher sind wir denn eingedenk des heilbringenden Leidens, der Auferstehung von den Toten und der glorreichen Himmelfahrt unseres Herrn Jesus Christus." Das Erlösungsopfer Christi umfaßt Christi Tod am Kreuze und dessen Vollendung in der Auferstehung und in der Himmelfahrt. Das blutige Todesleiden wird in der heiligen Messe durch die getrennte Konsekration des Brotes und des Weines anschaulich gemacht. „Die eucharistischen Gestalten, unter denen er (unsichtbar) da ist, versinnbilden die blutige Trennung des Leibes und Blutes (am Kreuz) und zeigen Christus im Zustand des Todes" (Mediator Dei).
b) Die Feier der heiligen Messe ist aber nicht nur eine Erinnerung an etwas Vergangenes, sondern zugleich die Darbringung einer Opfergabe, eine Opferfeier der Gegenwart. Am Kreuze erfolgte die einmalige blutige Hinopferung des Herrn, auf dem Altar ist es eine „sakramentale Hinopferung". Sie geschieht in der sakramentalen Trennung des Leibes und Blutes Christi kraft der Wandlungsworte: „Das ist mein Leib; das ist mein Blut." Diese sakramentale Hinopferung ist