Bővebb ismertető
i ^mP.
Spartanische JugF.ND. (log X155 cm). 1860. National Gallery, London
Für M. M.
J_jdgar Degas nimmt in der französischen Malerei des 19. Jahrhunderts eine Stellung ein, die bündig und knapp zu charakterisieren alles andere als leicht fällt. Während sich nämlich die meisten der grossen französischen Maler des 19. Jahrhunderts mit einer der entscheidenden Stilströmungen eindeutig so in Verbindung bringen lassen, dass sich wesentliche Züge der Kunst dieser Meister jeweils offenbaren - Ingres mit dem Klassizismus, Delacroix mit der Romantik, Courbet mit dem Realismus, Monet, Sisley, Pissarro und, wenn auch weniger deutlich, so doch in wichtigen Aspekten, Manet und Renoir mit dem Impressionismus, Seurat und Signac mit dem Neoimpressionismus - dem gegenüber verhält es sich mit Degas ungleich komplizierter; zwar hat er Anteil am Klassizismus Ingres'scher Prägung, zeigt er sich vom Realismus und vollends vom Impressionismus berührt, indessen identifiziert er sich zu keinem Zeitpunkt je völlig mit einer dieser Bewegungen. Er wahrt sich seine Unabhängigkeit, in menschlicher, künstlerischer, technischer Hinsicht; er folgt, in der Abgeschiedenheit seines Ateliers, den Gesetzen der eigenen Entwicklung; er fühlt sich einem individuell persönlichen Entfaltungsgesetz verpflichtet, in einem Ausmass, wie das, bei aller Verschiedenheit im einzelnen, nur noch Cézanne getan hat. Degas und Cézanne sind, auf je grundverschiedene Weise freilich, grosse Unabhängige innerhalb