Bővebb ismertető
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EINFÜHRUNG
Unsere Auslegung beginnt mit einem Vorblick auf das, was wir auszulegen haben. In ihm wollen wir uns den Text als gesamten näher rücken. So verschaffen wir uns zuerst eine das Ganze vorzeichnende, vorläufige Übersicht über den Gedankengang unseres Briefes. Dann erörtern wir im voraus und andeutend seine formale Eigenart, die für das Verständnis seines Wortes von Gewicht ist. Endlich widmen wir mehr anhangsweise - denn diese Dinge gehören in die sogenannte Einleitung - der neueren Auseinandersetzung über die Abfassungsverhältnisse unseres Schreibens ein wenig Aufmerksamkeit.
1. Übersicht über den Gedankengang des Epheserbriefes
Dem Präskript, 1, 1-2, das die Namen des Absenders und der Adressaten sowie den Segensgruß des ersteren an die letzteren enthält, folgt 1, 3 der Kontext des Briefes, der mit einem Botenvermerk 6, 21 f. abschließt. Der Briefschluß, das Postskript bzw. Escha-tokoU, umfaßt in 6, 23 f. nur den Segensgruß des Apostels, den er wahrscheinlich mit eigener Hand geschrieben hat, vgl. 1 Kor 16, 21; Kol 4, 18; 2 Thess 3, 17. Der Kontext zerfällt augenscheinlich in zwei Teile, die in unserem Brief deutlich voneinander abgehoben sind und ungefähr gleichen Umfang haben. Sein Thema im ganzen ist die göttliche Durchführung des Geheimnisses Christi Jesu in der Kirche aus Juden und Heiden (vgl. 3, 6L) oder auch „die Durchführung der Fülle der Zeiten" (1, 10). Dabei spricht der erste Teil, 1,3-3,21, innerhalb einer Benediktion und einer Doxologie die Bitte des Apostels aus, daß die Christen aus den Heiden die Größe des Geheimnisses ihrer Berufung in den Leib Christi, die Kirche, erkennen mögen, während der zweite Teil, 4,1 - 6,22, mahnt, das Geheimnis ihrer Berufung in einem „würdigen" Vollzug ihres I.ebens zu bewähren.
Der erste Teil des Briefes, 1,3 - 3,21, hebt mit einem Lobpreis des Segens an, mit dem Gott die Gheder der Kirche in Christus gesegnet hat, 1, 3-14, des Segens der ewigen Vorbestimmung zur Sohnschaft, der Erlösung durch den Erlaß der Sünden, der Erleuchtung durch die Erkenntnis des Heilswerkes Gottes, 1, 3-10, an welchem Segen Juden und Heiden Teil bekamen, 1, 11-14. Daß die Christen aus den Heiden die in diesem Segen gewährte neue Hoffnung in dem, was sie ist, und in dem, wodurch sie eröffnet wurde, mehr und mehr in erleuchtetem Herzen begreifen mögen, ist der Inhalt des zweiten Abschnittes dieses ersten Teiles, 1, 15-23. Der Apostel selbst erhellt ihnen im dritten und vierten Abschnitt noch einmal ihre Geschichte: sie, die durch ihre Sünden, in denen sie den Willen dieses Äons und ihres Fleisches erfüllten, tot waren, wurden in Jesus Christus aus Gnaden zum Leben erweckt und in der neuen Schöpfung, der Kirche, in die Himmel versetzt, 2, 1-10. Sie, die fern von Israel und seinen Verheißungen ohne Gott und ohne Hoffnung waren, wurden im einen Leib Christi am Kreuz mit Israel zusammen als der eine neue Mensch Gott versöhnt und zum einen