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Der Kardinal zögerte einen Augenblick; er hob die rechte Hand und legte sie auf das Fernglas. Durch die Berührung wurde er in Versuchung geführt, eine Regei zu durchbrechen, die er sich selbst auferlegt hatte: die Strafie nicht vor acht Uhr zu betrachten. Er zog seine Uhr zu Rate: eine Minute vor acht. Er stiefi einen tiefen Seufzer aus, hob das Glas an seine Augen und blickte durchs Fenster. Der Militár-LKW, seit vielen Jahren derselbe, stand vor dem Grundstück. Ein Sóidat, den Ellbogen auf das Steuer gestützt, schlief noch. Ein anderer vertrat sich mit umgehángter Maschinenpistole die Beine; er gáhnte. 1970 war der LKWnoch hin-und hergefahren. Er verschwand am Abend und machte der Ablösung Platz. Aber seit sechs Jahren blieb der LKW, angefressen von Regen und Schnee, unbeweglich vor der Botschaft. Jetzt wurde der Mann am Steuer wach. Er reckte sich, hustete. Der Kardinal sah die durch den Husten hervorgerufenen kurzen Erschütterungen. Der Sóidat spuckte durch das heruntergekurbelte Fenster. Der andere war hinter dem Fahrzeug verschwunden. Ein Pobieda mit Verdeck tauchte auf. Zwei Soldaten stiegen aus. Der hinter dem Fahrzeug verschwunden war, kam an sich herumnestelnd wieder zurück. Sie begrüfiten sich. Die Nachtwache fuhr mit dem Pobieda ab; die Tageswache richtete sich für ihren Dienst vor der amerikanischen Botschaft ein. Es klopfte leicht an der Tür. Der Kardinal legte das Fernglas