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VORWORT
Auf dem Friedhof von Mariannhill, fern im südlichen Afrika, steht sein bronzenes Bild in einem Meer roter Blüten, umflammt von goldenem Sonnenlicht. Demütig und still steht er da, der Mann mit dem wallenden Bart, läßt geduldig die bunten Vögel um sein Haupt flattern und scheint gar nichts dagegen zu haben, wenn sie sich auf seinen Schultern niederlassen und ihm gar die arme Trappistenkutte beschmutzen. Die schwarzen Buben, die soeben mit ihren Schiefertafeln aus der Schule kommen, stürmen lachend und schwatzend an ihm vorüber, aber ein kleines Mädchen legt einen riesigen Strauß leuchtend roter Blumen vor ihm nieder. „Glühende Schürhaken" heißen die blühenden Kerzen.
„Kennst du ihn?" fragte ich das Kind. Das schaut mich mit großen Augen an, nickt eifrig und sagt: „Yebo! Yebo! Der große Umfundisi! Der baba von Mariannhill!"
Eigentlich sieht er gar nicht stattlich aus, der Vater von Mariannhill. Er ist nur ein schmächtiges Männlein, eher klein als groß, aber welches Feuer loderte in seinem Herzen, welche Glut funkelte in seinen stahlblauen Augen, welche Kraft, zu schaffen und zu leiden, brannte in seiner Seele!
Im schönen Vorarlberg stand seine "Wiege. Aus dem behäbigen Pfannerhof zog er in die Welt, stieg den steilen Pfad empor zu den Höhen des Priestertums, tauschte die Pfarrersoutane mit dem Kleid der schweigenden Mönche, schlug sich herum mit Türken und Bosniaken, hieb sich mit der Axt einen Weg durch die Dornenwüsten Afrikas, baute seinem Herrgott Bastionen im lodernden Brand der afrika-