Bővebb ismertető
Vorwort zur zweiten Auflage
Wenn man nach Jahren des Mühens und Forschens ein Werk wie das vorliegende für die zweite Auflage vorbereitet, könnte man geneigt sein, alle systematischen Versuche und jegliche «Spekulation» hinter sich zu lassen, um nur noch zu versuchen, jenes unsagbare Geheimnis selbst auszusagen, das sich täglich und stündlich in uns ereignet: Jenes Geheimnis, durch welches der Geist Jesu in unserer existentialen Grundbefindlichkeit gegenwärtig ist. Was sind schon Worte und Begriffe gegenüber jener durchgängigen Erfahrung, in welcher die eigene Selbsterfahrung bzw. die Erfahrung der Kirche in einem nicht adaequat durchreflektierbaren Beieinander getragen sind von der Gegenwart des Geistes Jesu in unserem durch die Sünde entstellten Dasein? Der Geist Jesu ist, wie Paulus Gal4, 6 sagt, in unsere «Herzen» gesandt, er lebt und wirkt in jenen unergründbaren Tiefen unserer Existenz, die eben nur der Geist Gottes selbst erforscht, ist er doch die Nähe unserer Nähe, ist er uns doch näher als wir uns selber nahe sind. Als die gnadenhafte Nähe Gottes in «Person» ist er deshalb zugleich der Grund der Möglichkeit unserer Nähe zu uns selbst und zu unseren Mitmenschen. Was wissen wir denn schon wirklich von dem Anbruch des «Himmels» in uns, von jenem unzerstörbaren Beginn des unzerstörbaren Lebens in unserem Pilgerdasein, der mitten in unserem Gegenwärtigsein immer zukünftig bleibt und so dieses allererst ermöglicht? Wie sollen wir das unaussprechliche Seufzen des Geistes Christi in uns (Röm8,26), das die Zukunft schon immer herbeigerufen hat, in Worte und Begriffe oder gar in spekulative Aussagen fassen? Sollten wir uns nicht einfach damit begnügen, uns von dem Heiligen Geiste, jenem fernen Saum des Gewandes Jesu, einfach berühren und anrühren zu lassen, anstatt die Möglichkeit einer solchen unmittelbaren Berührung durch die Vermitteltheit unseres Denkens zu entkräften? Sollten wir nicht einfach den Panzer unserer menschlichen Begriffe, und seien sie noch so ehrwürdig und «gesichert», abwerfen, um uns ganz frei und unbeschwert den Strahlen der unvermittelten Nähe Gottes auszusetzen? Wer könnte schon mit einer kleinen Taschenlampe den dunklen Himmel ausleuchten? Sind nicht Gebet und Meditation die eigentliche und vielleicht einzige Möglichkeit, sich einschwingen zu lassen in jenes selige göttliche Leben, das sich mitten in unserer armen, sündigen Existenz ereignet?