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Ein Bußruf als Vermächtnis
Ein Grabstein auf dem schönen Bergfriedhof zu Kassel -Wilhelmshöhe trägt den Namen Wilhelm Schmidt, geboren am 18. Februar 1858, gestorben am 16. Februar 1924, und den selbstgewählten Spruch: „Der Eifer um dein Haus hat mich gefressen, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen" (Psalm 69, 10). Ein großer Erfinder und unerbittlicher Wahrheitssucher fand hier seine letzte Ruhestätte. So gefeiert er in der technischen Welt als der „Heißdampf-Schmidt" war, fast unbekannt blieb sein in großer Verborgenheit geführtes Leben. Das geistige Erbe Schmidts ist weit umfassend, weil er unaufhörlich bewegt war von vielen Fragen, wie sie jeder Generation gestellt werden. Die Antworten suchte er, ausgehend von eigener ständiger Übung in Wesenswahrhaftigkeit, durch den Glauben an Jesus Christus und in innerer Verbindung mit den Wahrheitszeugen aller Zeiten zu finden. Unter den ihn immer wieder bewegenden Fragen finden wir als wichtigste: Wie ist wahrheitsgemäß der jetzige Zustand der Kirchen und Staaten einzuschätzen? Worin hat die Wirkungslosigkeit der heutigen Christenheit ihre Wurzeln? Welches sind die wahren Mittel zur Erweckung, Förderung und Erhaltung des geistlichen Lebens? Welches sind die wahren Ursachen der Kriege, und wie sind sie zu verhüten?
In einem mit großer Treue und Gewissenhaftigkeit geführten Tagebuch hat er etwas von den Rätseln und Fragen der Zeit widerspiegeln lassen und viele tiefschürfende Antworten gefunden. Wenn man diese Aufzeichnungen verfolgt, begegnet uns ein Mensch, der sich stets dessen bewußt war, daß ein christliches Leben nur in ständiger Bußgesinnung recht erfüllt werden kann. Immer wieder spürte er die Last eines verfehlten Lebens, wodurch so wenig wahre göttliche