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I. BUCH
DER IDEALIST
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Mein Ziel war die große Stadt, dort wollte ich studieren. Zu Hause wurden absonderliche Vorbereitungen für dieses Ereignis getroffen. Meine Mutter, eine einfache Frau ohne Schulbildung, die nichts über das Leben in der Stadt wußte, nähte einen Sack aus grobem Leinen und tat da meine Kleider hinein. Eben die Kleider eines Bauernjungen aus Montenegro: Hemden, handgestrickte Socken, eine Jacke aus rauher Wolle und einen Zinnbecher voll mit Käse. Mein Vater gab mir Geld, viel zuviel für seine Verhältnisse und für meine Bedürfnisse als Student. Daran war wohl mein Bruder schuld, der mit Geld sehr freizügig umging, ohne immer genau zu erklären, wofür er es verbrauchte, ob für Nahrung oder das Wohnen.
Ich war insgeheim in großer Verlegenheit, denn ich besaß weder einen anständigen Anzug noch einen Koffer. Ich war fest entschlossen, den Sack aus grobem Leinen, den meine Mutter genäht hatte, niemals bis nach Belgrad kommen zu lassen. Auch meine eigenen Vorstellungen von der großen Stadt und der Reise in jene ferne Welt waren nicht sehr klar. Ich hatte ja noch nie in meinem Leben einen Eisenbahnzug gesehen. Mein Vater und ein paar andere Bauern hatten mich gewarnt, mit Zügen ganz besonders vorsichtig zu sein! Deren Geschwindigkeit sei so groß, daß man Ihnen gar nicht aus dem Weg gehen könne, selbst wenn sie noch einen Kilometer entfernt seien. Ich machte mir Sorgen, wie ich in der großen Stadt eine Wohnung oder auch nur eine Schlafstelle finden würde. Und wo würde ich denn essen können? Wie mich in den Straßen zurechtfinden? Nichtsdestoweniger war ich freudig erregt bei dem Gedanken, nun endlich die Welt kennenzulernen, anderen Menschen und ganz neuen Verhältnissen zu begegnen.
Auf Vorschlag meines Bruders und mit Zustimmung meines Va-