Bővebb ismertető
Auf einer Hochebene in Afrika, gerade über dem Meer, liegt Cyrene, die schneeweifie Stadt, die von den Griechen erbaut wurde, als Rom noch ein Kind war. In der heifien Glut der Sommersonne blitzen die Zinnen, schimmern die Kuppeln und locken die kühlen Sáulengánge der Tempel. Nach Osten und Westen erstreckt sich von Cyrene aus das fruchtbare Land am Meer entlang; im Süden liegt die Wü-ste, die selbst Rom nicht zu unterwerfen vermag. Nordwárts spült das Meer bis an die FuBschemel der Stadt Rom, ost-wárts bis an die Tempel Alexandriens, die Papyrusfelder Ágyptens, die falbe Küste von Judáa Inmitten des breiten Gürtels niedriger Háuser, wo die ein-fachen Leute wohnen, wo Dattelpalmen und Maulbeer-báume die kleinen Hinterhöfe schmücken, prunkt hoch und massig das Prátorium des römischen Statthalters. Ein Triumphbogen kündet von einem Sieg der Légionén. Auf dem Turm einer Basilika plustert sich eine Taube und spreizt die Federn
Zu dieser Stunde ist es still in Cyrene - weder holpern Lastkarren über die StraSen, noch würfeln römische Solda-ten auf den Steinplatten des Marktes, keine Hándler ziehen mit ihren Lasteseln umher, und keine Frauen mit grófién Krügen auf dem Kopf blicken durch ihre Schleier in die Ge-gend, aus der Schmiede klingt kein Hammerschlag, und keine Karawane wird zum Markt getrieben.
Es ist die Stunde der Ruhe und Stille in der weiüen Stadt, über der feiner Dunst flimmert. Die Sonne brennt heifi und treibt die Leute in die Kühle der Sáulengánge, unter die Báume oder unter die Markisen auf dem Markt. Es ist die Zeit des Plauderns, des Schlummers oder der Beschaulichkeit.
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