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KLEÓNDer Regen war fürchterlich, einfach lähmend - als entleerte jemand mit märchenhafter Ausdauer über dem Fenster des Abteils einen unerschöpfhchen Kübel. Auch die Berge wurden in solchen Güssen von oben her angeschüttet. Das Wasser rann eilig und bachweise an ihnen herab, die ohne jedes Volumen waren, flach und alles eher als imposant, sehr beträchthche undefinierbare Flächen. Der Zug sank zwischen ihnen tiefer wie im Fall, ghtt in etwas ungeheuerHch Schemenhaftem zu Grunde, von dem sich empfindungsmäßig nichts weiter sagen ließ, als daß es kalt, irgendwie nebelkalt und aufs unangenehmste feuchtwar.Loraine, die mit dem Taschentuch am Fenster herumgewischt hatte, starrte auf einen Punkt der vor Nässe undurchsichtigen Scheibe, als sei ihre Tätigkeit nicht zwecklos gewesen und sie erkenne dort endhch etwas, das Robert nur deshalb verborgen blieb, weil er nicht hinsehen wollte.-Eines Tages entdeckt man eben, daß Freiheit ein Leerlauf ist, ein Selbstbetrug, dessen man sich schämt, daß es höchstens eine Art von Freiheit gibt, die Freiheit von etwas --Von jemandem, hörte Robert sich sagen, aber er sah noch immer an ihr vorbei.-Also von jemandem, ja. Einmal bekommt man auch davon genug.Hier ergaben sich mehrere Perspektiven. Robert wählte die ungefährlichste, er sagte harmlos:-Für einen Militär hat er sich doch großartig benommen.-Militär? Man übersieht wirkhch keine Chance, mir Übles nachzusagen. Mein geschiedener Mann.-Seit wann? Plötzlich sah Robert sie an, er wiederholte:-Seit wann?Ein Aufleuchten, der Ansatz zu einem Lächeln der Befriedigung; dann sagte Loraine sehr unbeteiligt zu der Scheibe:-Erst vor kurzem. Von Kreta aus. Die Sache kam gerade vor unserer Abreise in Ordnung.-Warum ich meine - war da ein besonderer Anlaß?Loraine starrte mit konzentrierter Abwesenheit auf die